Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch: Beispiel, Inhalt, Aufbau

von Christian Püttjer & Uwe Schnierda

Selbstpräsentation Aufbau und Inhalt ✓ Muster und Beispiele ✓ Eigene Motivation herausarbeiten ✓ So passgenau vorbereiten ✓

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Was gehört inhaltlich in Ihre Selbstpräsentation? Welcher Aufbau ist für Vorstellungsgespräche, Telefoninterviews oder Assessment-Center sinnvoll? Und wie überzeugen Sie mit ausgewählten Einstellungsargumenten?

 

Mit Ihrer Selbstpräsentation geben Sie im Vorstellungsgespräch die Antwort auf die zentrale Frage: „Warum sollten wir gerade Sie einstellen?“

Diese Frage wird manchmal ganz direkt ausgesprochen, es gibt aber auch Umschreibungen dafür. Diese lauten beispielsweise: „Würden Sie sich der Runde bitte kurz vorstellen?“ oder „Könnten Sie Ihren Werdegang einmal stichwortartig für uns zusammenfassen?“

 



1. Vorstellungsgespräch und Selbstpräsentation: Aufbau

Ihre Selbstdarstellung in Sachen Einstellungsargumente können Sie in drei bis vier Abschnitte unterteilen.

  • Wir empfehlen grundsätzlich, mit den aktuellen Aufgaben Ihrer momentanen Position zu beginnen (Abschnitt 1).
  • Gehen Sie dann – kurz – auf Ihre vorhergehende Stelle ein, insbesondere dann, wenn Sie dort Aufgaben erledigt haben, die von Ihnen auch in der neuen Stelle bearbeitet werden sollen (Abschnitt 2).
  • Dann könnte – ebenfalls sehr kurz – die Grundlage Ihrer beruflichen Entwicklung, beispielsweise ein Studium, eine Berufsausbildung oder eine aktuelle Fortbildung, folgen (Abschnitt 3).
  • Und dann endet Ihre Selbstpräsentation mit einer kurzen Schlusszusammenfassung (Abschnitt 4).

 



2. Formulierungen für die Selbstpräsentation

Mit einer Darstellung der eigenen Fähigkeiten, Kenntnisse und Erfolge tun sich die meisten Menschen sehr schwer, auch Führungskräfte. Dies liegt daran, dass es kaum jemand gewohnt ist, über sich selbst zu sprechen.

Wann klingen Formulierungen deutlich übertrieben? Und wann verkaufen Bewerber ihren umfangreichen Erfahrungsschatz womöglich unter Wert?

Um diese Probleme zu lösen, können Sie beschreibende Formulierungen in Ihrer Selbstpräsentation einsetzen, beispielsweise so „Bei meinem momentanen Arbeitgeber bin ich zuständig für ..., ... und ... .“ oder „In meiner jetzigen Position als ... bin ich verantwortlich für ..., ... und ... .“

 

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3. Mehr Wirkung mit Action-Words und Schlüsselbegriffen

Nachdem Sie erste nützliche Formulierungen für Ihre Selbstpräsentation kennengelernt haben, fragen Sie sich sicherlich, wie Sie die Platzhalter in den Beispielsätzen mit Inhalt füllen können. Hier empfehlen wir Ihnen, Schlagworte und Schlüsselbegriffe aus Ihrem künftigen Arbeitsbereich einzusetzen.

Passende Schlagworte und Schlüsselbegriffe finden Sie unter anderem in der jeweiligen Stellenausschreibung des Unternehmens. Es handelt sich dabei sowohl um die künftigen Tätigkeiten aus dem Tagesgeschäft als auch um besondere Projektaufgaben.

Gewöhnen Sie sich daran, Ihre beruflichen Fähigkeiten und Kenntnisse mithilfe beschreibender Formulierungen und geeigneter Schlagworte und Schlüsselbegriffe zu erläutern. Sie werden feststellen, dass Sie mit einer hohen Informationsdichte argumentieren können.

 



4. Antrieb: Was motiviert Sie noch heute?

Führungskräfte haben dann Erfolg in Vorstellungsgesprächen, wenn sie nicht nur darüber sprechen, was sie machen oder gemacht haben, sondern auch darüber, was sie gerne machen.

Grundsätzlich empfehlen wir, eine berufliche Selbstdarstellung nur wohldosiert mit Emotionen zu unterfüttern. Zu starke Emotionen, ganz gleich ob positiv oder negativ, lenken die Entscheider auf der Firmenseite womöglich von den Kernpunkten Ihres beruflichen Profils ab.

Aber völlig ohne Begeisterung und Leidenschaft geht es bei Führungskräften auch nicht.

Gerade in unseren Coachings achten wir immer wieder darauf, die richtige Balance zwischen der notwendigen Sachinformation zum eigenen Werdegang und zu künftigen beruflichen Zielen und den damit untrennbar verbundenen Emotionen, also dem inneren Antrieb und der nach außen zu zeigenden Begeisterungsfähigkeit, herauszuarbeiten.

 
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5. Ausgewählt: Erfolge in der Selbstpräsentation

Damit Sie zum Profi in Sachen Erfolgskommunikation werden, sollten Sie bereits in der Präsentation Ihres beruflichen Werdeganges auf passende Erfolge hinweisen. Bewerberinnen und Bewerber, die hier auf Zahlen verweisen können, sind klar im Vorteil.

Dies gilt für die Steigerung von Marktanteilen, von Stückzahlen, von Gewinn, von Umsatz oder für die Senkung von Retouren, von Qualitätsmängeln, von Erinnerungs- und Mahnverfahren und von Kosten.

Aber auch nicht quantifizierbare Erfolge sorgen für mehr Glanz in Ihrer Selbstpräsentation. Beispielsweise so „Die Auslagerung von Routineaufgaben aus der Konstruktion hin zu externen Dienstleistern führte dazu, dass meine Abteilung sich auf Produktverbesserungen konzentrieren konnte.“

Wenn Sie weitere Anregungen, Beispiele für vollständige Selbstdarstellungen und konkrete Formulierungen für Ihre Selbstpräsentation wünschen, empfehlen wir Ihnen unsere innovaten E-Learnings zur Selbstpräsentation. Nur bei uns mit Bezug auf spezielle Berufsfelder.

 

 

 

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