Was stört Sie am meisten an anderen Menschen? Und wie gehen Sie damit um?

Produktiv mit Störern umgehen? ✓ unverzichtbar: Selbsterkenntnis ✓ Taktik: abgestuftes Verhalten ✓ Grenzen aufzeigen ✓

 

- „Ich kann mit jedem Menschen gut umgehen!“

- „Mich stört überhaupt nichts an anderen!“ oder auch

- „Jeder hat seine Eigenarten!“

 



Mich stört nichts an anderen Menschen

Statements dieser Art lassen vielleicht zunächst vermuten, dass die Bewerberin oder der Bewerber ein sehr sonniges Gemüt hat, sich also von nichts aus der Ruhe bringen lässt.

Für die Mehrzahl der Bewerber gilt allerdings, dass entsprechende Antworten in Vorstellungsgesprächen vermutlich eher zu kurz greifen – und damit unreflektiert und somit leider unglaubwürdig wirken.

 



Und so gehe ich mit Störern um

Insbesondere Führungskräfte mit einigen Jahren Berufs- und Führungserfahrung, aber auch Fachspezialisten, die in ihrem Arbeitsfeld Bestleistungen erbringen sollen, wissen, dass es dabei auch auf das richtige Team und die passende Stimmung unter den Kollegen ankommt.

Und leider ist es manchmal so, dass ein nerviger Kollege oder eine launische Kollegin durchaus als Störfaktor wirken können, insbesondere dann, wenn dieses destruktive Verhalten permanent zur Schau gestellt wird.

 



Abgestuft reagieren, konstruktiv bleiben

Daher ist es in Vorstellungsgesprächen durchaus von Interesse herauszufinden, wie Sie mit Nervensägen umgehen und welches Verhaltensrepertoire Sie sich im Laufe der Zeit zugelegt haben.

Denn ein Frontalangriff auf Quengler, Quälgeister und Unruhestifter führt nur selten zum gewünschten Ziel.

Eine konstruktive und produktive Teamstimmung wird nämlich nicht entstehen, wenn Sie bei jedem Angriff auf Ihre Nerven gleich mit voller Kraft zurückschlagen.

 



In die Schranken gewiesen

Zeigen Sie daher mit Ihren Antworten, dass Sie einerseits mit sehr unterschiedlichen menschlichen Eigenarten, Merkwürdigkeiten oder auch „Macken“ zurechtkommen.

Und betonen Sie andererseits, dass Sie über ein abgestimmtes Verhaltensrepertoire verfügen, wenn es darum geht, anderen ihre Grenzen aufzuzeigen – oder einfach einmal zum Schweigen zu bringen.

Überlegen Sie sich daher im Vorfeld von Vorstellungsgesprächen konkrete Beispiele, die veranschaulichen, wie Sie in entsprechenden beruflichen Situationen gehandelt haben.

Zahlreiche Beispielformulierungen und Anregungen für eigene Antworten bekommen Sie in unseren E-Learnings „Vorstellungsgespräch“. Auch zu den wichtigen Themenblöcken Schwächen/Stärken, Eigenmotivation und zur wichtigen Gehaltsfrage.

 

Christian Püttjer & Uwe Schnierda twitter: karrierecoaches 

foto: © elnariz / fotolia.com