Praxistipps: Ohne Angst auf Englisch präsentieren

Nervige Fragesteller ausbremsen ✓ So effektiv vorbereiten ✓ Diese Formulierungen sorgen für Struktur ✓ Lampenfieber besser im Griff ✓

 

Vielen Menschen tun sich bereits schwer damit, auf Deutsch einen Vortrag oder eine Präsentation zu halten. Geht es dann darum, dies auch noch in der Fremdsprache Englisch erledigen zu müssen, liegen bei so machem die Nerven blank.

Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie sich effektiv vorbereiten können.

 



Besser auf Englisch präsentieren

Im Arbeitsalltag kommt es immer häufiger vor, dass Projektgruppen international zusammengestellt werden und Arbeitsergebnisse oder –zwischenergebnisse dann in einem Meeting auf Englisch vorgestellt – und ebenso diskutiert werden.

Sie werden es in Ihren englischen Präsentationen und Meetings (hier: 1000 Audio- und PDF-Formulierungen Business Englisch) leichter haben, wenn Sie

  • Ihre einleitenden Sätze im Vorfeld vollständig ausformulieren,

  • Ihre berufliche Kompetenz zum Thema kurz aufblitzen lassen,

  • für Struktur und Gliederung im Vortrag sorgen,

  • Verständnisfragen sofort beantworten,

  • inhaltliche Nachfragen am Ende des Vortrages diskutieren und

  • am Ende ein Ergebnis zusammenfassen, um es nachhaltig im Gedächtnis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu verankern.

 



Die ersten Worte im englischen Vortrag

Aus unseren Coachings wissen wir, dass es sehr hilfreich ist, die ersten Sätze einer Präsentation vollständig auszuformulieren, unabhängig davon, ob der Vortrag auf Deutsch oder in einer Fremdsprache stattfindet.

Schließlich ist die Anfangserregung, also das klassische Lampenfieber, in den ersten Minuten häufig besonders stark. Wenn auch geübte Rednerinnen und Redner die Anfangsnervosität später als Ansporn und Herausforderung verstehen, ist die Empfindung doch bei fast allen Vortragenden gleich stark.

Steigen Sie also in Ihren Vortrag mit englischen Formulierungen dieser Art ein:

  • My name is Peter Hansen and I am the CFO of Health Tech.

  • Hi everyone, I’m Anja from online marketing.

  • My name is Sebastian Schmidt. I'm responsible for designing e-commerce interfaces.

  • As some of you know, I’m the new sales manager.

  • Let me introduce myself. I’m Sebastian from the IT department.

  • For those of you who don’t know me, my name is Anja Schmidt.

Verzichten Sie insbesondere in der Anfangsphase auf die gefürchteten Schachtelsätze. Verwenden Sie eher kürzere Redewendungen und sprechen Sie bewusst etwas langsamer, um erst einmal „warm“ mit dem Publikum zu werden.

 



Warum sprechen gerade Sie?

Häufig vergessen Vortragende, dass Sie durchaus etwas zum Thema zu sagen haben. Im Firmenalltag ist dies sicherlich dann entschuldbar, wenn es um Abteilungsmeetings geht.

Aber schon in abteilungsübergreifenden Meetings sollte durchaus kurz herausgestellt werden, warum gerade Sie eine Fachfrau oder ein Fachmann für das Thema sind (hier: Beispiele für Kurzvorstellung auf Englisch als Audio-E-Learning):

  • In today’s presentation I’d like explain to you how neuro-marketing works in practice.

  • I’d like to give you a brief outline of target performance comparison.

  • The purpose of my presentation today is to explain the changes in the accounting policy.

 

Struktur erleichtert das Zuhören: Vorträge ohne klares Konzept und eine erkennbare Gliederung sind eine Qual für die Zuhörerinnen und Zuhörer.

Verschaffen Sie sich Sympathie und sorgen Sie für konzentriertes Zuhörern, indem Sie zu Beginn Ihrer Ausführungen eine kurze Gliederung vorstellen:

  • I’m going to divide this talk into five parts.

  • I have divided the presentation into four parts.

  • I would like to begin by presenting the new strategy for turnover growth.

Auch im laufenden Vortrag sollten Sie an passender Stelle wiederholen, zu welchem Gliederungspunkt Sie gerade Anmerkungen und Hintergrundinformationen liefern.

 



Die fiesen Fragen der Zuhörer

Es gibt durchaus schwierige Zuhörer, die versuchen Vortragende durch hinterhältige Detailfragen aus dem Konzept zu bringen.

Aber häufig ist es eher so, dass ein Publikum nur dann folgen kann, wenn es im Großen und Ganzen versteht, worum es geht. Aus diesem Grund hat es sich bewährt, Verständnisfragen von inhaltlichen Rückfragen zu trennen.

Beantworten Sie Verständnisfragen nach Möglichkeit immer sofort, beispielsweise Fragen zu verwendeten Abkürzungen oder zu Fremdwörtern.

Inhaltliche Rückfragen, die in der Regel mit Diskussionen verbunden sind, sollten Sie dagegen ans Ende Ihrer Präsentation verschieben, damit Sie Ihr Thema in der vorgegebenen Zeit „durchbringen“ können.

Lächeln Sie Fragesteller souverän an, lassen Sie gegebenenfalls auch etwas die Zähne aufblitzen und formulieren Sie dann so:

  • If there are any questions you’d like to ask, please leave them until the end, when I’ll do my best to answer them.

  • There will be time for questions and discussion at the end of my talk.

  • If you have any questions you would like to ask, please leave them until the end; I will be happy to answer them.

 



Viele gehen hinein und wenig kommt heraus

Insbesondere deutschsprachigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird international gerne unterstellt, dass sie mit ihrem Anspruch auf Perfektionismus und höchste Qualität dazu neigen, in Vorträgen alles bis ins kleinste Detail zu hinterfragen.

Diese Eigenschaft ist an sich nicht schlecht, hilft sie doch dabei, qualitativ wertige Dienstleistungen oder Produkte herzustellen, die international äußerst wettbewerbsfähig sind.

Allerdings muss nicht in jeder Diskussion und in jedem Meeting der Stein der Weisen gefunden werden. Denken Sie daran, dass auch Zwischenergebnisse bereits erste Ergebnisse sind, die dann eben weiterverfolgt werden müssen.

Beenden Sie Ihren englische Präsentation daher immer mit einer Ergebniszusammenfassung:

  • Before I finish, I would like to summarize the key points.

  • Right; let's sum up, shall we?

  • The important issues to remember here are…

  • That brings us to the end of the final section.

 

Bei Bedarf unterstützt Sie unsere Expertin für englische Vorträge gerne auch kurzfristig bei der telefonischen Generalprobe für Ihre Präsentation auf Englisch mit Rat und Tat. Und mit weiteren hilfreichen und passenden Formulierungen.

 

Christian Püttjer & Uwe Schnierda twitter: karrierecoaches 

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