Aufhebungsvertrag und Arbeitszeugnis, wohlwollend reicht oft nicht

Christian Püttjer & Uwe Schnierda twitter: karrierecoaches 

Es kommt häufiger vor, dass sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Aufhebungsvertrag oder vor Gericht darauf einigen, dass der ehemalige Mitarbeiter ein "wohlwollendes Zeugnis" erhalten soll, welches "seiner weiteren beruflichen Weiterentwicklung dienlich ist".

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Aber was passiert, wenn der Arbeitnehmer anschließend mit dem Wortlaut des "wohlwollenden Arbeitszeugnisses" nicht einverstanden ist?

 



Für das Arbeitszeugnis "konkreten Wortlaut" Im Aufhebungsvertrag vereinbaren

Hierzu hat das Sächsisches Landesarbeitsgericht entschieden, dass konkrete inhaltliche Formulierungen und Wünsche im gerichtlichen Zwangsvollstreckungsverfahren nicht durchsetzbar sind. Sächsisches Landesarbeitsgericht (LAG), vom 06.08.2012 - 4 Ta 170/12

TIPP:
Daher sollten Arbeitnehmer davon absehen die Ausstellung eines "wohlwollendes Zeugnisses" zu akzeptieren.
Sowohl im gerichtlichen Vergleich als auch im Aufhebungsvertrag sollte besser die Formulierung festgehalten werden, dass das Arbeitszeugnis nach dem "konkreten Wortlaut" des ehemaligen Arbeitnehmers ausgestellt werden wird. Denn nur dann wird der Vorschlag/Entwurf auch ein zu eins übernommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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Arbeitszeugnis und Aufhebungsvertrag: Formulierungen für die Schlussformel

Im Schlussabsatz des Endzeugnisses wird üblicherweise der Kündigungsgrund genannt. Schließlich wollen neue Arbeitgeber erfahren, ob dem Arbeitnehmer gekündigt wurde oder ob er gekündigt hat. Bei einem Aufhebungsvertrag kommen beide Seiten überein, das Arbeitsverhältnis aufzulösen. Daher wird dann oft in dieser Art und Weise formuliert:

Auf Wunsch von Herrn Schmidt wird das Arbeitsverhältnis in bestem gegenseitigen Einvernehmen mit uns zum XX.XX.XXXX beendet. Wir danken ihm für die stets sehr gute und erfolgreiche Zusammenarbeit. Für seine weitere ...

 

 

 

 

Es gibt aber auch Unternehmen, die trotz Aufhebungsvertrag akzeptieren, dass der Kündigungsgrund im Arbeitszeugnis als Kündigung durch den Arbeitnehmer beschrieben wird, was durchaus zu Vorteilen im sich anschließenden Bewerbungsverfahren führen kann.

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