Gründe für Abmahnung 50 Beispiele

Abmahung im Arbeitsrecht ✓ Beispiele und Gründe ✓ Liste und Übersicht ✓ Droht die Kündigung? ✓

 

Welches pflichtwidrige Verhalten kann von Arbeitgebern überhaupt abgemahnt werden?

Unsere Beispiele aus dem Bereich der Abmahnungen sorgen für Überblick.

Ebenfalls hilfreich zu diesem Thema: Erste Hilfe: Abmahnung bekommen nun 5 Dinge tun.

 



Übersicht und Liste: Gründe für Abmahnungen

Vorsicht mit diesen 50 Fehltritten, die zu Abmahnungen und häufig auch zur direkten Kündigung führen können.

Schließlich gibt es Pflichtverstöße, die die Vertrauensbasis so irreparabel schädigen, dass dem Arbeitnehmer nach Abwägung im Einzelfall auch ohne vorhergehende Abmahnung gekündigt werden darf.

 

  1. Alkoholgenuss am Arbeitsplatz (aber Sonderfall: Alkoholismus)
  2. Annahme von Geschenken
  3. Annahme von Schmiergeldern
  4. Ausländerhetze
  5. (Unzulässige) Arbeitsverweigerung
  6. Beleidigung des Chefs
  7. Beleidigung von Kollegen
  8. Beleidigung von Kunden
  9. Beleidigung von Mitarbeitern (Untergebenen)
  10. Diebstahl am Arbeitsplatz
  11. Dienstwagen privat genutzt ohne Erlaubnis

 



Wer darf mit dem Firmenwagen fahren?

Häufig wird zum Thema „private Nutzung des Dienstwagens“ vereinbart, dass zusätzlich zu Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer nur Ehe- oder Lebenspartner zu Nutzung berechtigt sind.

Wird der Firmenwagen dann unberechtigt an einen Freund verliehen, drohen bei einem selbstverschuldeten Unfall des Bekannten der Verlust des Versicherungsschutzes und eine Abmahnung oder sogar Kündigung.

  1. Dienstwagen an Dritte weitergegeben ohne Erlaubnis
  2. Drohung, sich krankschreiben zu lassen (krankzufeiern), hierzu lesenswert: Nach Kündigung krankschreiben lassen?
  3. Eigenmächtiger Urlaubsantritt
  4. Falsches Abstempeln der Arbeitszeiten
  5. Gefälschte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
  6. Hetze gegen Betriebsrat
  7. Hetze gegen Gewerkschaft
  8. Körperverletzung
  9. Kopieren von Unternehmensdaten auf privaten USB-Stick, Notebook oder Smartphone
  10. Weiterleiten von Kunden-, Produkt- und Umsatzlisten an private E-Mail-Adresse (ohne ausdrückliche Erlaubnis)

 



Mehrmaliges Lügen kann abgemahnt werden

Lügt ein Arbeitnehmer häufiger, kann dies zu einer Abmahnung führen. Gleiches gilt für schwerwiegende einmalige Lügen, beispielsweise über den Arbeitsablauf. Unter Umständen kann ihm sogar außerordentlich gekündigt werden.

  1. Lügen über Arbeitsabläufe (schwerwiegende)
  2. Mängel in der Arbeitsleistung
  3. Mängel in der Arbeitsqualität
  4. Mehrfaches Lügen
  5. Mobbing des Chefs ("Mein Chef ist ein Idiot!")
  6. Mobbing von Kollegen
  7. Mobbing von Mitarbeitern (Untergebenen)
  8. Nazipropaganda

 



Arbeitsanweisungen nicht befolgt

Arbeitgeber dürfen Mitarbeitern Anweisungen erteilen. Hierzu gehören Weisungen zur Art der zu verrichtenden Arbeit, zu den Arbeitszeiten, zu den Pausenregelungen, zum Urlaub und zum Verhalten im Betrieb.

Befolgt ein Mitarbeiter solche Weisungen nicht, kann er ein negatives Vorbild für andere sein, daher werden hier oft Abmahnungen ausgesprochen (Unterschied: verhaltensbedingte Kündigung und personenbedingte).

  1. Nichtbefolgung von Arbeitsanweisungen
  2. Nutzung des Arbeitgeber WLANs ohne Erlaubnis
  3. Private Telefonate
  4. Privates Surfen im Internet
  5. Rufschädigung des Unternehmens
  6. Schlechtleistung
  7. Sexuelle Belästigung
  8. Spesen unkorrekt
  9. Störung des Betriebsfriedens
  10. Überschreitung des genehmigten Urlaubs
  11. Unentschuldigtes Fehlen am Arbeitsplatz
  12. Unerlaubte Nebentätigkeit
  13. Unpünktlichkeit
  14. Unsachliche und unangemessene Kritik an Entscheidungen des Arbeitgebers
  15. Unterschlagung
  16. Verletzung der Verschwiegenheitspflicht
  17. Verschweigen wichtiger Informationen
  18. Verstoß gegen Compliance-Regeln
  19. Verstoß gegen das Rauchverbot
  20. Verstoß gegen Sicherheitsvorschriften
  21. Weitergabe von wichtigen Informationen an Unbefugte

 

Wenn Sie wissen wollen, wie viele Abmahnungen nötig sind, um eine Kündigung auszusprechen, sollten Sie diesen Artikel lesen: Wie viele Abmahnungen bis zur Kündigung? Drei, eine oder keine?

Und wie Sie eine arbeitgeberseitige Kündigung im Bewerbungsverfahren taktisch darstellen erfahren Sie hier: Bewerbung und Kündigung - Wann erwähnen und wie begründen?

 

Christian Püttjer & Uwe Schnierda twitter: karrierecoaches 

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