Wie werden Überstunden im Arbeitszeugnis dargestellt?

Frage: Dürfen Überstunden, Nachtschichten, Wochenendarbeit und Dienstreisen im Arbeitszeugnis erwähnt werden? Wenn ja, welche Formulierungen sind hier sinnvoll?

Antwort von Christian Püttjer & Uwe Schnierda twitter: karrierecoaches:

"Die Bereitschaft einer Arbeitnehmerin oder eines Arbeitnehmers regelmäßig Überstunden zu leisten, Kollegen wegen Krankheit zu vertreten, deutschland-, europa- oder sogar weltweit Dienstreisen zu absolvieren, Nachtschichten, Wechselschichten und Wochenendarbeit zu übernehmen, kann an verschiedenen Stellen im Arbeitszeugnis genannt werden.

Beispielsweise im Rahmen der Eigenmotivation (Leistungsbereitschaft), der Belastbarkeit (Leistungsfähigkeit), der Eigeninitiative, aber auch im Sozialverhalten, wenn Kolleginnen oder Kollegen wegen Elternzeit, Krankheit oder Urlaub in größerem zeitlichen Umfang vertreten worden sind.

Hilfreiche Formulierungen zu diesem wichtigen Themenkomplex finden Sie auch in unseren PDF-Downloads zum Arbeitszeugnis.

Eine Aufzählung der Überstunden in Zahlen pro Woche oder Monat ist im Arbeitszeugnsis dagegen unüblich. Hier haben so manche Arbeitgeber Befürchtungen, dass womöglich Nachzahlungen für vormals unentgeltlich abgeleistete Überstunden verlangt werden könnten. Insbesondere dann, wenn die Kündigung durch den Arbeitgeber erfolgte."