7 schlimmste Fehler in Vorstellungsgesprächen, so vermeiden

Diese 7 Fehler müssen Sie kennen ✓ taktisch Wechselgrund darstellen ✓ glaubwürdig Kündigung erklären ✓ Einstellungsargumente passgenau auswählen ✓

 

In Vorstellungsgesprächen steht Ihr persönlicher Auftritt im Mittelpunkt des Geschehens.

Bewerben mit Strategie: Wie präsentieren Sie dort Ihre Stärken? Wie reagieren Sie auf Fragen zu Ihren Schwächen? Und welche Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden?

Aus unserer Coachingpraxis: Profitieren Sie von den Erfahrungen aus unseren Bewerbungs- und Karrierecoachings, damit Sie die größten Fehler vermeiden, die andere Bewerberinnen und Bewerber in Vorstellungsgesprächen begangen haben.

Glaubwürdig, aber taktisch: Selbstverständlich bleiben wir bei der Fehlersuche und -analyse nicht stehen, wir geben Ihnen auch erprobte Praxistipps dafür, wie Sie es besser machen können, um im Bewerbungsgespräch zu überzeugen - und letztendlich einen Arbeitsvertrag angeboten zu bekommen.

 



#1 Wechselgrund kann im Vorstellungsgespräch nicht begründet werden

Problem "Warum wollen Sie wechseln?": Die Frage nach dem Wechselgrund steht in Vorstellungsgesprächen immer im Raum. Entweder direkt, dann wird häufig ganz offen gefragt  "Warum wollen Sie wechseln?" oder "Warum möchten Sie Ihren momentanen Arbeitgeber verlassen?"

Oder es wird eher indirekt gefragt "Was stört Sie an Ihrem momentanen Arbeitsplatz?", "Wie kommen Sie mit Ihren Kollegen klar?" oder auch "Was stört Sie an Ihrem momentanen Chef am meisten?"

In unserer Coachingpraxis stellen wir in telefonischen Bewerbungsberatungen und auch in persönlichen Karrierecoachings regelmäßig fest, dass hier auf Seiten der Bewerberinnen und Bewerber Unsicherheit darüber besteht, wie der Wechselgrund glaubwürdig kommuniziert werden kann.

Lösung: Emotionale Begründungen, beispielsweise Ärger mit cholerischen Vorgesetzten, selbstsüchtige oder sogar mobbende Kollegen oder Unlust und Langeweile am Arbeitsplatz entsprechen zwar der beruflichen Realität, sollten in Vorstellungsgesprächen aber auf keinen Fall herangezogen werden, um einen Jobwechsel zu erläutern.

Sachliche Begründungen zum Wechselgrund, beispielsweise mangelnde Aufstiegschancen, eine fehlende berufliche Weiterentwicklung oder ein Arbeitgeber, der wirtschaftlich nicht gut dasteht, überzeugen in Telefoninterviews und Bewerbungsgesprächen. Hilfreiche Beispielformulierungen für Ihre Antworten, die auf den Erfahrungen und Erfolgen aus unseren Bewerbungscoachings aufbauen, bekommen Sie in unseren E-Learnings-Vorstellungsgespräch.

 

 



#2 Kündigung kann im Vorstellungsgespräch nicht erklärt werden

Problem "Warum hat man Ihnen gekündigt?": Nicht immer wechseln Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer von sich aus den Arbeitsplatz. Oft ist von Seiten der Firma eine Kündigung ausgesprochen worden, die dann auch im Vorstellungsgespräch erläutert werden muss. Und zwar so, dass dabei keine Zweifel an der Leistungsfähigkeit oder der Person des Bewerbers aufkommen.

Lösung: Auch in diesem Fall sollten Sie die Taktik verfolgen, in Ihre Antworten im Vorstellungsgespräch möglichst sachliche Gründe einfließen zu lassen. Verweisen Sie beispielsweise auf das schwierige wirtschaftliche Umfeld. Oder darauf, dass auch in der Vergangenheit immer wieder Stellen abgebaut worden sind, um Kosten zu senken. Oder heben Sie hervor, dass die Produkte oder Dienstleistungen der Firma insgesamt nicht wettbewerbsfähig genug sind.

Sollten Sie sogar eine Kündigung in der Probezeit erhalten haben, was leider gar nicht so selten vorkommt, müssen Sie Ihre Begründung für die Kündigung noch gründlicher vorbereiten. Hier empfehlen wir Ihnen dringend ein passgenaues Telefoncoaching, um sich auf kritische Fragen in Bewerbungsgesprächen, die garantiert gestellt werden, umfassend vorzubereiten, um Ihre Chancen auf einen neuen Job damit deutlich zu erhöhen.

 



#3 Eigener Beitrag für künftigen Unternehmenserfolg wird nicht deutlich

Problem "Was können Sie für uns leisten?": Es passiert immer wieder, dass Vorstellungsgespräche nach Meinung der Bewerberin oder des Bewerbers sehr erfolgreich verlaufen, weil die persönliche Chemie so gut stimmt, aber dennoch kurz danach eine Absage erfolgt.

Lösung: Selbstverständlich gibt es mehrere Gründe für Absagen nach Vorstellungsgesprächen. In unseren Karriereberatungen stellen wir bei genauem Nachfragen allerdings häufiger fest, dass in manchen Gesprächen die Stimmung zwar gut war, aber wenig über den eigenen künftigen Beitrag zum Unternehmenserfolg gesprochen wurde.

Daher müssen Bewerber immer darauf achten, von sich aus Einstellungsargumente vorzubereiten und aktiv ins Vorstellungsgespräch einfließen zu lassen.

 



#4 Individuelle Stärken des Bewerbers nicht erkennbar

Problem "Wo liegen Ihre Stärken?": Bei den individuellen Stärken von Bewerberinnen oder Bewerbern geht es nicht allein um Antworten auf die Frage "Welche Stärken zeichnen Sie aus?" Auch in vielen weiteren Antworten sollte im Bewerbungsgespräch deutlich werden, was gerade diesen Jobsucher von den anderen unterscheidet.

Lösung: Insbesonderen dann, wenn Sie schon über mehrere Jahre Berufserfahrung verfügen, können Sie Ihre persönliche Motivation bestimmte Aufgaben zu übernehmen, aber auch Ihren praxiserprobten Erfahrungsschatz taktisch geschickt in vielen Antworten auf Fragen im Vorstellungsgespräch platzieren.

Inspiration und Beispielformulierungen dafür finden Sie in unseren E-Learnings-Vorstellungsgespräch, die jeweils einen speziellen Bezug zu Ihrem Berufsfeld haben.

 



#5 Schwächen als Führungskraft nicht reflektiert

Problem "Wo liegen Ihre Grenzen?": Top-Managerinnen und Top-Manager, aber auch Führungskräfte der mittleren Ebene, sollten wissen, wie sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter effektiv führen. Dazu gehört auch, dass die eigene Außenwirkung immer wieder auf den Prüfstand gestellt und reflektiert wird.

Daher führen zahlreiche Unternehmen Assessment-Center, Development-Center und Management-Audits durch. Wer hier nicht glaubwürdig die eigenen Stärken, aber auch Grenzen (Schwächen) kennt, bekommt im Bewerbungsverfahren Probleme.

Lösung: Wenn es bei Ihrer täglichen Arbeit weniger darum geht, was Sie fachlich leisten, sondern mehr darum, wie Sie andere Menschen dazu bringen die richtigen und wichtigen Dinge in einem vorgegebenen Zeitrahmen zu erledigen, sollten Sie Ihre persönlichen und kommunikativen Stärken und Schwächen kennen - und in anspruchsvollen strukturierten Vorstellungsgesprächen, Asssessment-Centern und Management-Audits plausibel vermitteln können.

 



#6 Positivbeispiele für erfolgreiches Arbeiten fehlen

Problem "Was unterscheidet Sie von anderen Bewerbern?": Dieser weitere Hauptfehler in Vorstellungsgesprächen geht einher mit dem bereits genannten Fehler, dass individuelle Stärken von Bewerbern nicht deutlich werden.

Bei den individuellen Stärken steht jedoch mehr der Bewerber im Vordergrund. Bei den Positivbeispielen für erfolgreiches Arbeiten geht es dagegen mehr darum, dass deutlich wird, auf welche Weise das Unternehmen vom neuen Mitarbeiter profitieren kann.

Lösung: In unseren Bewerbungscoachings verwenden wir viel Zeit darauf, zunächst Positivbeispiele zu finden, die für den neuen Arbeitgeber auch interessant sind.

Anknüpfungspunkte sind hier immer Projektleitungen oder Projektmitarbeit, passende Aufgaben aus dem Tagesgeschäft und das Erreichen oder sogar Übertreffen von vorgegebenen Zielen.

Sind die Erfolge und Positivbeispiele in einem ersten Schritt gefunden worden, geht es dann darum, diese dosiert in die Antworten im Vorstellungsgespräch einfließen zu lassen.

Aus unserer täglichen Beratungspraxis wissen wir, dass letztendlich diejenigen eine neue Stelle angeboten bekommen, die die richtigen Beispiele für erfolgreiches Arbeiten aktiv zum Gesprächsmittelpunkt machen.

 



#7 Unglaubwürdige Körpersprache des Bewerbers

Problem "Wie selbstbewusst sind Sie?": Da wir seit über 20 Jahren Bewerberinnen und Bewerber auch persönlich beraten und immer wieder mit Problemen, Hindernissen und Blockaden in Vorstellungsgesprächen konfrontiert werden, für die wir Lösungen suchen, spielt der Aspekt der Körpersprache im Vorstellungsgespräch für uns ebenfalls eine herausragende Rolle.

Alle Antworten, die Bewerber geben, werden immer vor dem Hintergrund der dabei verwendeten Körpersprache interpretiert und analysiert. Und gerade die körpersprachlichen Signale sorgen oft für Verwirrung, die letztendlich zur Absage führen kann.

Lösung: Immer dann, wenn in Vorstellungsgesprächen kritische Fragen zu früheren Ausbildungs- oder Studienabbrüchen, zu Kündigungen in der Probezeit, zu häufigen Jobwechseln (Job-Hopping), zu untypischen Branchenwechseln, zur Elternzeit, zu einem Gap-Year (Sabbatical, Auslandsjahr, etc.) oder zu sonstigen Auffälligkeiten im Lebenslauf gestellt werden, wird die Körpersprache von Bewerbern ganz genau "unter die Lupe" genommen.

Unsicheres Auftreten, ausweichende Blicke, eine leise Stimme oder eine zusammengesackte Sitzhaltung sind eindeutig negative Signale, die die gegebenen Antworten massiv entwerten.

Im Umkehrschluss überzeugen die Bewerberinnen und Bewerber, die ihre guten Argumenten mit einer angemessenen Körpersprache unterstützen.

Dazu zählen u.a. eine aufrechte Sitzhaltung, aussreichend Blickkontakt, der gezielte Einsatz von Aufzählungsgesten und auch das gewisse Leuchten in den Augen, wenn von beruflichen Erfolgen oder der eigenen Motivation gesprochen wird.

So können Sie sich gezielt vorbereiten: Wenn Sie die aufgeführten sieben Hauptfehler in Vorstellungsgesprächen vermeiden und konkret erfahren möchten, wie Sie es besser machen können, empfehlen wir Ihnen unsere hilfreichen und innovativen E-Learnings-Vorstellungsgespräch. Gerne beraten wir Sie aber auch persönlich oder telefonisch.

Für Ihre Vorstellungsgespräche wünschen wir Ihnen viel Erfolg!

 

 

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