Risikobereitschaft: Mutig als Manager

Von Püttjer - Schnierda

Die Aufforderung "Erzählen Sie uns von einen unternehmerischen Risiko, dass Sie nicht eingegangen sind." wird Führungskräften in Job-Interview durchaus gestellt.

  • Wie können Sie Ihre Fähigkeit, Risiken adäquat einzuschätzen nachvollziehbar erläutern?

  • Wie erläutern Sie Ihre positive Risikobereitschaft?

  • Wie verdeutlichen Sie Ihr taktisches Geschick, um Widerstände auszuräumen und Chancen zu nutzen?

  • Und mit welchen ergänzenden Managementkompetenzen machen Sie sich zum risikobewussten Wunschkandidaten?

 

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Was ist Risikobereitschaft?

Bedeutung: Für Führungskräfte ist Risikobereitschaft eine unternehmerische Grundvoraussetzung, um auf notwendige Veränderungen zu reagieren, Neues auszuprobieren und Chancen positiv zu nutzen.

Werden in Unternehmen keine Risiken mehr eingegangen, bedeutet dies erst Stillstand, dann Untergang.

Zahlreiche Beispiele für mangelnde Risikobereitschaft lassen sich aktuell in der digitalen Transformation beobachten.

Negative Stichworte hierfür: Traditionelle Banken und Versicherungen, reformträge Konzerne, konventioneller Handel, althergebrachte Verwaltung und viele weitere.

 




Fragen: Risikobereitschaft im Vorstellungsgespräch

Vorstellungsgespräche mit Top-Manager/-innen und Führungskräften werden immer häufiger als strukturiertes Interview durchgeführt.

Damit ist gemeint, dass im Vorfeld Managementkompetenzen definiert werden, die einen klaren Bezug zur Zielposition haben.

Bezogen auf die jeweiligen Managementkompetenzen werden dann spezielle Fragen gestellt.

 

Fragen: Risiken einschätzen

Diese Fragen zum Eingehen von Risiken sollten Sie beantworten können.

  1. Mit welchen Chancen und Risiken ist das neue Aufgabenfeld aus Ihrer Sicht verbunden?

  2. Welche Risiken sind Sie in den letzten zwölf Monaten eingegangen?

  3. Welche KPIs sind Ihnen in Ihrem Arbeitsfeld besonders wichtig?

  4. Erzählen Sie uns von einen unternehmerischen Risiko, dass Sie nicht eingegangen sind. Was waren letztlich die Gründe dafür?

  5. Erzählen Sie uns von einer Strategie, die nicht funktioniert hat. Worum ging es dabei, und was würden Sie heute anders machen?

  6. Welche Managerin bzw. welcher Manager ist für Sie ein Vorbild und warum?

  7. Welches Risiko haben Sie in Ihrer aktuellen Position rückwirkend falsch eingeschätzt?

  8. Wie bereiten Sie strategische Entscheidungen vor?

  9. Mit wem stimmen Sie sich dabei intensiv ab?

  10. Auf einer Skala von 1 bis 10, wobei 10 für die höchste Ausprägung steht: Wie schätzen Sie Ihre Risikobereitschaft ein?

 




Kompetenz: Risikobereitschaft und welche weiteren?

Wenn Managerinnen und Manager unternehmerische Risiken eingehen und die damit verbundenen Chancen nutzen wollen, sind noch weitere Kernkompetenzen notwendig.

 

Taktische Allianzen bilden

Schließlich gilt es auch, Widerstände rechtzeitig zu erkennen, berechtigte Einwände aufzunehmen, Blockaden aufzulösen, Zweifler zu besänftigen und taktische Allianzen zu schmieden.

Deshalb werden Ihnen in Job-Interviews und Management-Audits nicht nur Fragen zu Ihrer Risikobereitschaft gestellt.

Je nach Unternehmenskultur und ausgeschriebener Stelle stehen noch weitere Eigenschaften im Fokus.

 

Zentrale Kernkompetenzen

Rechnen Sie deshalb auch mit Fragen zu diesen zentralen Managerkompetenzen.

  1. agile Führung

  2. wertschätzende Führung

  3. strategisches Denken

  4. analytisches Denken

  5. komplexes Denken

  6. unternehmerisches Denken

  7. zügiges Entscheiden

  8. zielorientierte Überzeugungskraft

  9. reflektiertes Konfliktverhalten

  10. Hands-on-Mentalität

  11. Fördern von Veränderungen

  12. proaktives Denken und Handeln: Eigeninitiative

  13. Fähigkeit zum Netzwerken

  14. Begeisterungsfähigkeit

  15. souveränes Auftreten

Analysieren Sie im Vorfeld von Auswahlschritten präzise, welche Kompetenzen Sie belegen müssen. Und welche Beispiele aus Ihrer Berufspraxis Ihnen dabei helfen.

Gerne unterstützen wir Sie hier mit einem professionellen Coaching.

 




Test: Risiken im Assessment-Center einschätzen

Sehr viele Unternehmen überlassen die Auswahl von Führungskräften in einem ersten Schritt professionellen Personalberatungen.

Aus diesem Grund werden in Executive-Assessments spezielle Übungen eingesetzt, insbesondere die AC-Übung: Fallstudie.

 

Risiken erfassen und begründen

Fallstudien werden in Assessment-Centern und Management-Audits eingesetzt, um das analytische Vermögen, die Ergebnisorientierung, die Entscheidungsstärke - und die Risikobereitschaft der Kandidatinnen und Kandidaten detailliert zu  erfassen.

 

Strukturiert und entscheidungsstark

Analyse: Ziehen Sie die richtigen Schlüsse aus komplexen Unternehmensszenarien?

Zentrale Informationen: Gehen Sie auf wichtige Kerninformationen ein, beispielsweise Mittbewerber, Kernmärkte, Personal, Wachstumschancen?

Belastbar: Sind Sie in der Lage, in einem knappen Zeitrahmen zu tragfähigen Entscheidungen zu kommen?

Entscheidungsstärke: Halten Sie nach der ausführlichen Analyse ein schlüssiges und informatives Ergebnis fest?

Begründet: Präsentieren Sie Ihr Ergebnis strukturiert und nachvollziehbar?

Taktisch: Reagieren Sie angemessen auf kritische Nachfragen zu Ihrem Ergebnis?

Mehr zu dieser AC-Übung erfahren Sie in unserem Artikel: Fallstudie im Assessment-Center. Dort stellen wir auch zwei PDF-Downloads zur Verfügung (komplexe Fallstudie auf Deutsch und auf Englisch).

 




Track-Record: Erfolge immer im Fokus

Führungskräfte befinden sich in Sachen Riskobereitschaft immer in einem Dilemma.

 

Mangelnde Performance

Handeln sie nicht, werden sie als risikoscheu, zögerlich und entscheidungsschwach wahrgenommen. Und haben sie keinen Erfolg beim Eingehen von Risiken, werden sie wegen mangelnder Performance kaltgestellt oder sogar gefeuert.

 

Sonderfall: Bewerbungsverfahren

Im Bewerbungsverfahren haben die von uns betreuten Führungskräfte gute Erfahrungen damit gemacht, "auf Knopfdruck" einen Track-Record ihrer besonderen Leistungen und Erfolge vorzuweisen.

Und bei dieser Gelegenheit die eigene, durchdachte Risikobereitschaft, gekoppelt mit Erfolgen, zu verdeutlichen.

Gerne unterstützen wir auch Sie dabei, Ihren Track-Record in Job-Interview mit Headhuntern, im persönlichen Gespräch mit CEOs, Beiräten, Investoren und anderen Entscheidern fokussiert und glaubwürdig zu verdeutlichen.

Rufen Sie uns gerne an!

Christian Püttjer & Uwe Schnierda twitter: karrierecoaches 

foto: © Ales Krivec on Unsplash.com