Führungskräfte Vorstellungsgespräch: Fragen, Beispiele, Taktik

 

Prinzipiell gilt: Führungskräfte leisten mehr als andere, engagieren sich mehr als andere und verändern mehr als andere

 

Aber leider erleben wir es regelmäßig, dass sich Managerinnen und Manager mit diesen fünf Fehlern in Job-Interviews um ihre Chancen auf den neuen Job bringen.

  1. Die überdurchschnittliche Eigenmotivation ist nicht erkennbar.

  2. Das nachweisbare Change Know-How wird nicht deutlich.

  3. Die starke Begeisterungsfähigkeit wird nicht vermittelt.

  4. Die erprobte Durchsetzungsfähigkeit wird nicht belegt.

  5. Die ausgeprägte Erfolgsorientierung wird nicht sichtbar.

Nutzen Sie bewährte Ansatzpunkte und Kommunikationsstrategien, die auch Ihnen dabei helfen werden, in Vorstellungsgesprächen für mehr Wirkung in eigener Sache zu sorgen.

Profitieren Sie jetzt von unserer über 25-jährigen Coachingerfahrung!

 

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Erfolge: Im Vorstellungsgespräch herausstellen

Vorstellungsgespräche dienen dem ersten Kennenlernen.

Wer hier die Weichen für den weiteren Verlauf richtig stellen möchte, sollte Ergebnisse, Lösungen und Erfolge in den Vordergrund stellen.

 

1. Problematisch

Viele Führungskräfte sind Profis darin, zu thematisieren, was alles nicht so gut läuft. Dies liegt daran, dass Führungskräfte im Unternehmen häufig die Rolle des Feuerwehrmanns/der Feuerwehrfrau haben.

Sie werden immer dann gerufen, wenn es Krisen, Probleme und Ärger gibt. Diese negative Stimmung darf aber nicht den Weg ins Vorstellungsgespräch finden.

 

2. Besser!

Grundsätzlich dürfen Probleme thematisiert werden, aber nur als Teil von Herausforderungen, die letztendlich auch gelöst worden sind.

 

3. Typische Führungsprobleme

Schildern Sie Ihre Lösung

  • Leistungsstarker Mitarbeiter geht ins Sabbatical.

  • Eigentlich fröhliche Mitarbeiterin zieht sich immer mehr zurück, reagiert wortkarg und wirkt deprimiert.

  • Top-Verkäufer hat Führerscheinsperre wegen Trunkenheitsfahrt.

  • Schlüsselkunde will mit Gewalt bessere Einkaufskonditionen durchdrücken.

  • Erfolgsprodukt wird vom Mitbewerber nachgeahmt.

  • Negative Pressemitteilung sorgt für schlechte Stimmung in der Belegschaft.

  • Neue asiatische Wettbewerber tauchen im Stammmarkt auf.

  • Zwei Teams werden zusammengelegt zu einem.

 

4. Critical-Incidents

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Rufen Sie sich daher im Vorfeld von Vorstellungsgesprächen fünf bis sieben Führungssituationen in Erinnerung, die Sie durchaus als Herausforderung erlebt haben.

Verdeutlichen Sie Ihren Gesprächspartnern anhand dieser Critical-Incidents, wie Sie sie erfolgreich gemeistert haben.

 

5. Warum Führungskraft?

Mit dieser Gesprächsstaktik erreichen Sie, dass die zentrale im Raum stehende Frage "Warum wollen Sie als Führungskraft arbeiten?", dank glaubwürdiger Praxisbeispiele überzeugend beantwortet wird.

Sie wollen es, weil Sie es können und gerne machen!

 




Neue Stelle: Neue Aufgaben im Fokus

Wenn wir Manager/-innen auf Vorstellungsgespräche mit Headhuntern und Recruitern vorbereiten, stellen wir regelmäßig fest, dass nicht genügend auf die künftigen Verantwortungsbereiche und Aufgaben fokussiert wird.

 

Problematisch

Viele Manager beziehen sich im Job-Interview zu stark auf ihre momentanen Aufgaben.

Dies liegt daran, dass die aktuellen Aufgaben aus dem Tagesgeschäft oder auch aktuelle Projekte im Gedächtnis präsenter sind. Es kann dann aber der Eindruck entstehen, dass die Führungskraft auf die neuen Aufgaben nicht ausreichend vorbereitet ist.

 

Besser!

Nehmen Sie die Stellenausschreibung zur Hand und analysieren Sie präzise alle Informationen.

  1. Unternehmensdarstellung (Für diese Werte steht das Unternehmen!)

  2. Verantwortungsbereiche und Aufgaben (Ihre Aufgaben!)

  3. Voraussetzungen (Das bringen Sie mit!)

  4. Wir bieten (Gehalt, Gleitzeit, Entwicklung!)

  5. Kontakt (Ansprechpartner!)

Arbeiten Sie gründlich die Schnittstellen, Berührungspunkte und Übereinstimmungen zwischen den künftigen Herausforderungen und Ihren momentanen Verantwortungsbereichen und Aufgaben heraus.

 

Beispiel: Führungskraft als Erfolgstreiber

Wird laut Stellenbeschreibung eine Managerin gesucht, die "gerne mit viel Selbständigkeit und Eigeninitiative in einem dynamischen Umfeld arbeitet", sollten die definierten Anforderungen (Schlüsselworte) einschließlich dazu passender Umschreibungen ganz bewusst in die Selbstpräsentation und in einzelne Antworten integriert werden:

  • Selbstständigkeit -> dazu passt "ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein"

  • Eigeninitiative -> dazu passt "Wille zur Veränderung"

  • dynamisches Umfeld -> dazu passt "analytisch-strukturierte Arbeitsweise"

 

Coachingtipp für Gestalter

Bitte ausprobieren

Verwenden Sie als proaktive Führungskraft in Ihren Antworten auf Fragen im Job-Interview Handlungstreiber wie

  • angeschoben,

  • optimiert,

  • integriert,

  • sichergestellt,

  • gesteigert,

  • verbessert,

  • neu strukturiert,

  • transformiert,

  • neu ausgerichtet oder

  • verändert.

     




    Beispiele: Fragen an Führungskräfte

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    Es ist leicht, eine Liste von 100 Fragen für Führungskräfte zusammenzustellen. Schwieriger dagegen ist es, auf die vielen Fragen inhaltlich überzeugend zu antworten.

     

    Von der neuen Stelle her

    Hierbei geht es nämlich immer um den Abgleich der neuen Stelle (Stellenprofil) mit den Erfahrungen, Stärken, Kenntnissen, Projekterfolgen und besonderen Leistungen der Bewerberin beziehungsweise des Bewerbers (Bewerberprofil).

    Und genau hier setzen wir mit unseren digitalen, telefonischen und persönlichen Coachings an.

     

    Abgleich: Stellenprofil und Bewerberprofil

     

    Trainieren Sie, mit Ihren Antworten auf diese Fragen, auf die speziellen Anforderungen der neuen Stelle einzugehen.

    1. Unternehmen: "Was können Sie künftig zum Unternehmenserfolg beitragen?"

    2. Neue Stelle: "Was macht Sie für die ausgeschriebene Stelle geeignet?"

    3. Andere Bewerber: "Was unterscheidet Sie von anderen Bewerberinnen und Bewerbern?"

    4. Führungsstil: "Welchen Führungsstil setzen Sie ein?"

    5. Durchsetzungsstärke: "Wie gehen Sie mit schwierigen Mitarbeitern um?"

    6. Loyalität: "Auf einer Skala von 1 bis 10, welche Note geben Sie dem Vorstand Ihres momentanen Arbeitgebers?"

    7. Glaubwürdigkeit: "Anschlussfrage: Warum nur eine 8 und nicht die Höchstnote?"

    8. Strategisches Denken: "Anschlussfrage: Was müsste Ihr Vorstand verändern, um von 8 auf 9 zu kommen?"

    9. Change-Management: "Was ist in Ihrem Arbeitsbereich heute anders als vor zwei Jahren?"

    10. Selbstreflexion: "Was werden Sie vermissen, wenn Ihr ehemaliger Chef nicht mehr Ihr Vorgesetzter ist?"

     

    Antworten für Führungskräfte

    Diese zehn Fragen und weitere 50 Fragen beantworten wir ausführlich in unseren E-Learnings-Vorstellungsgespräch für Führungskräfte, die Sie 24/7 nutzen können.

    Weiter machen wir Sie ausführlich mit Hintergründen, Gesprächstaktiken und Alleinstellungsmerkmalen vertraut, so wie in unseren Coachings.

     

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    Online-Training

    Die 60 wichtigsten Fragen und Antworten für Führungskräfte

    Nur bei uns mit taktischen Tipps und speziellen Antworten für unterschiedliche Leitungsfunktionen.

       




      Personalerspiele: Durchschauen - und nutzen!

      Einige Manager reagieren geradezu allergisch auf vermeintliche "Personaler- und Recruiterspielchen".

       

      Problematisch

      Fragen nach den persönlichen Schwächen und Stärken oder der weiteren Karriereplanung werden dann mit ironischem Unterton oder aggressiven Gegenfragen beantwortet.

      Dadurch entsteht eine unproduktive Kampfstimmung zwischen Headhuntern und Personalern auf der einen Seite und Bewerberinnen und Bewerbern auf der anderen.

       

      Übersicht: Arten Vorstellungsgespräche

      1. Telefoninterview

      2. Video-Interview

      3. Vorstellungsgespräch: kostenlos: 100 Fragen

      4. Selbstpräsentation

      5. strukturiertes Job-Interview

      6. kompetenzbasiertes Interview

      7. Fragen im Assessment-Center

      8. Executive-Assessment

      9. eigene Fragen an neue Arbeitgeber

       

      Besser!

      Eine souveräne Führungskraft zeigt, dass sie im telefonischen oder persönlichen Bewerbungsgespräch sowohl mit Fachfragen als auch mit Personalerfragen zurechtkommt.

      Sie beantwortet daher Fragen nach den Schwächen oder Stärken ebenfalls glaubwürdig, aber dennoch taktisch.

      Auf diese Weise dokumentiert die Führungskraft, dass sie das "Ritual Vorstellungsgespräch" als solches erkannt hat und grundsätzlich akzeptiert.

      Und nutzt selbstverständlich die gute Gelegenheit, um die eigenen Vorzüge und Besonderheiten herauszustellen.

       

      Management-Kompetenzen

      Wenn Sie sich als erfahrene und handlungsstarke Führungskraft empfehlen möchten, sollten Sie zusätzliche Management-Kompetenzen aufblitzen lassen.

      Überlegen Sie sich auch hier konkrete Beispiele aus Ihrem Führungsalltag, die Ihre Kompetenzen in Aktion verdeutlichen.

       




      Gesprächstaktik: Für Manager/-innen

      Können Sie in Gesprächen gezielt zwischen sehr knappen, mittellangen und ausführlichen Antworten wechseln?

       

      Problematisch

      Eigentlich alle Managerinnen und Manager haben üblicherweise so viele Erfahrungen gemacht, dass sie ganze Tage und Nächte über ihr Berufsleben reden könnten.

      Dies ist im Bewerbungsgespräch dann problematisch, wenn durchgängig auf jede Frage mit mindestens zehn Sätzen geantwortet wird.

       

      Es besteht die Gefahr, dass die Firmenseite die Antworten ständig abbrechen und dem Bewerber ins Wort fallen muss.

       

      Besser!

      Ausführliche Antworten sind auf jeden Fall wichtig, besonders am Anfang eines Gespräches.

      Die Grundregel lautet aber: Etwa drei bis fünf Sätze pro Antwort, idealerweise mit geeigneten Beispielen.

      Interessant machen sich Bewerber, die ab und zu gezielt kurze Antworten geben und bestimmte Schlagworte in den Raum stellen. Dann fangen die Interviewer von sich aus an nachzuhaken.

       




      Ihr Führungsstil: Situativ, kooperativ, agil?

      Der immer noch viel zu oft anzutreffende "Command and Control"-Führungsstil ist glücklicherweise auf dem Rückzug.

      Stattdessen wird deutlich kooperativer und integrierender geführt.

       

      Wie führen Sie?

      Der Grundsatz, dass neue Mitarbeiter wegen dem Unternehmen kommen, es aber wegen dem Chef oder der Chefin verlassen, gilt weiterhin.

      Daher wollen neue Arbeitgeber natürlich erfahren, wie Sie Ihr Projektteam, Ihre Abteilung, Ihren Bereich oder das gesamte Unternehmen steuern, leiten, einbinden und zu Höchstleistungen motivieren.

       

      Selbstreflexion ist gefragt

      Lassen Sie mit Ihren Antworten auf Fragen zu Ihrem Führungsstil erkennen, dass Sie sich nicht für unfehlbar und gottähnlich halten, nur weil Sie Führungskraft sind.

      Gesucht ist die Fähigkeit zur Selbstreflexion.

      Setzen Sie sich vor Job-Interviews und insbesondere Executive-Assessments gründlich mit Ihrem Führungsstil und Ihren Führungswerten auseinander.

      Dabei helfen Ihnen diese Blogartikel.

       




      Storytelling: So Hands-on-Mentalität verdeutlichen

      Das Motto "Hundert Argumente sind hundert Mal stärker als ein Argument" greift in Vorsstellungsgesprächen nicht.

      Im Gegenteil, die Zuhörer langweilen sich und fangen an abzuschalten.

       

      Problematisch

      Insbesondere naturwissenschaftlich geprägte Führungskräfte (Ingenieure, IT-Spezialisten, Chemiker, Physiker) möchten im Vorstellungsgespräch gerne mit Fakten überzeugen, aber auch Controller, Juristen und Finanzexperten müssen aufpassen, dass sie nicht in die Faktenfalle geraten.

       

      Besser!

      Rufen Sie sich in Erinnerung, wie komplexe Sachverhalte in den Medien präsentiert werden.

      Ein gut präsentierter Einzelfall kann die Stimmung in einer Talkshow vollständig in die eine oder in die andere Richtung lenken.

      Auch im Bewerbungsverfahren hat das Storytelling seinen Platz. Überlegen Sie sich konkrete Erfolge aus Ihrem Erfahrungsschatz.

      Schildern Sie in Bewerbungsgesprächen in Form einer kleinen Story an passender Stelle, was Sie in einer fordernden Situation gedacht, entschieden und dann gemacht haben.

       

      Beispiele Hands-on-Mentalität

      Wie Sie berufliche Erfolge, persönliche Antriebsmomente und individuelle Stärken verknüpft mit Ihrem Werdegang vor dem Managementboard oder gegenüber Headhuntern darstellen können, erläutern wir Ihnen in unseren speziellen PDF-Downloads "Selbstpräsentation".

      Deutsche SP: Drei ausführliche Beispiele, voll ausformuliert, unterschiedliche Berufsfelder:

       

      Effektive Vorbereitung

      Wenn Sie sich inspirierende Anregungen und und konkrete Hilfestellung wünschen, empfehlen wir Ihnen unsere E-Learnings-Vorstellungsgespräch für Führungskräfte. Hunderte von Beispielformulierungen mit Bezug auf spezielle Berufsfelder bereiten Sie zielgerichtet auf Ihr Vorstellungsgespräch vor.

       

      Direkt aus der Coachingpraxis

      Nutzen Sie unsere Erfahrung aus über 25 Jahren Bewerbungscoaching von Führungskräften, die wir Ihnen strukturiert und komprimiert in unseren passgenauen E-Learnings anbieten.

       

       

      Für Ihre Vorstellungsgespräche und den nächsten Führungsjob wünschen wir Ihnen viel Erfolg!

       

      Christian Püttjer & Uwe Schnierda twitter: karrierecoaches 

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