Unternehmerisches Denken: Was verstehen Sie darunter?

Die Frage "Was bedeutet unternehmerisches Denken für Sie?" wird Managerinnen und Managern in Vorstellungsgesprächen häufig gestellt. Das ist nicht wirklich überraschend, denn sehr viele Stellenanzeigen für Führungskräfte enthalten diese Anforderung explizit.

  • Wie können Sie hier mit Ihrer Fähigkeit zum strategischen unternehmerischen Denken überzeugen?

  • Warum sollten Sie auch operative Elemente erwähnen?

  • Mit welchen Fragen wird Ihre unternehmerische Kompetenz in Vorstellungsgesprächen überprüft?

  • Und mit welchen Beispielen machen Sie sich zum Wunschkandidaten?

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Was ist unternehmerisches Denken?

Definition: Führungskräfte weisen unternehmerisches Denken und Handeln nach, indem sie Beispiele für erfolgreich umgesetzte Strategien geben, ihre Zahlenaffinität betonen und ihre positive Risikobereitschaft belegen.

Ebenso sollte deutlich werden, wie sie Mitarbeiter auf unternehmerische Ziele einschwören, ihnen Handlungsspielräume einräumen und sie dazu ermutigen, Eigenverantwortung zu übernehmen.

Mitarbeiter, die passiv abwarten, nur auf Anweisung handeln, nicht bereit sind Verantwortung zu übernehmen und Schwierigkeiten mit Veränderungen und Verbesserungen haben, verkörpern das glatte Gegenteil von unternehmerischem Denken.

 




Fragen zum unternehmerischen Denken und Handeln

Geschäftsführer, Vorstände und CEOs sollten sich immer auf gezielte Nachfragen zu ihrem Unternehmergeist einstellen.

Aber auch Bereichsleiterinnen, Head ofs, Abteilungsleiter oder Projektleiterinnen werden regelmäßig zu kostenbewusstem Denken, zur Operationalisierung von Unternehmenszielen und zu aktuellen Methoden der Erfolgskontrolle befragt.

 

Unternehmer-Gen: Fragen

Fragen dieser Art werden Top-Managerinnen, Top-Managern und Führungskräften in Executive-Assessments häufig gestellt.

  1. Wie planen Sie eine erfolgreiche Unternehmens-, Bereichs- oder Abteilungsstrategie?

  2. Welche KPIs nutzen Sie, um Strategien präzise auszurichten?

  3. Wie überprüfen Sie Teilziele?

  4. Und wie gehen Sie vor, wenn Sie Abweichungen von definierten Teilzielen feststellen?

  5. Welche zentralen Impulse haben Sie Ihrem Geschäftsbereich in den letzten zwölf Monaten gegeben?

  6. Unter welchen strategischen Aspekten analysieren Sie Mitbewerber?

  7. Wie viele Stunden widmen Sie pro Woche dem strategischem Arbeiten?

  8. Wie verankern Sie Unternehmens-, Bereichs-, Abteilungs- oder Projektziele bei Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern?

  9. Wie stoßen Sie Veränderungsprozesse an?

  10. Was können Sie für unser Unternehmen in Ihrem Arbeitsbereich tun, damit wir am Markt noch mehr Erfolg haben?

 

Denken und Handeln

Sicherlich ist Ihnen schon häufig aufgefallen, dass in Stellenbeschreibungen immer die Rede vom unternehmerischen Denken und Handeln ist.

Machen Sie es wie wir in unseren Bewerbungs- und Karrierecoachings. Achten Sie darauf, dass Ihre Antworten ganz gezielt das Bild einer aktiven, positiv gestimmten, handlungsstarken und mitreißenden Führungskraft vermitteln.

 

Beispielantworten

Verdeutlichen Sie im Vorstellungsgespräch Ihre ausgeprägte Fähigkeit, unternehmerische Ziele präzise anzuvisieren - und auch zu erreichen.

Arbeiten Sie heraus, dass Sie sich gerne dem Wettbewerb stellen und jederzeit bereit sind, Veränderungen, Verbesserungen und Innovationen zu initiieren.

Wie Sie hier formulieren können, verdeutlichen Ihnen unsere E-Learnings-Vorstellungsgespräch für Top-Manager/-innen und Führungskräfte umfassend und detailliert.

 




Taktik: Strategische und operative Elemente betonen

Zeigen Sie in Job-Interviews und Assessment-Centern, dass Sie beide unternehmerischen Spielarten beherrschen, sowohl die strategische als auch die operative Ebene.

Führungskräfte, die ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von oben herab Konzepte, Strategien und Pläne "vorsetzen", überzeugen nicht.

 

In Aktion

Verdeutlichen Sie anhand passender Beispiele, wie Sie

  • klare Ziele definiert,

  • Teilziele operationalisiert,

  • Ressourcen bereitgestellt,

  • Schnittstellen ausgerichtet,

  • Verantwortungen geklärt,

  • Prozesse abgestimmt,

  • Erfolgskontrollen durchgeführt,

  • Fehlentwicklungen korrigiert und

  • zielförderliche Aktivitäten immer wieder priorisiert haben.

 

Nicht allein

Belegen Sie Ihren bewährten situativen Führungsstil. Beschreiben Sie, wie Sie weniger erfahrenen Mitarbeitern bei Bedarf befristet zur Seite stehen und erfahrenen Fachkräften ausreichend Gestaltungsspielraum geben.

Verdeutlichen Sie Ihre starke Methodenkompetenz und Ihre Agilität. Verweisen Sie beispielsweise auf die "Initiierung von Daily-Standup-Meetings oder "die "Moderation von Definition of Done-Meetings".

 




Verbessern: Exkurs - So denken Sie unternehmerischer

Wie können Sie Ihr unternehmerisches Denken und Handeln gezielt verbessern? Hier hilft es, sich in regelmäßigen Abständen die passenden Fragen zu stellen.

Fokussieren Sie zunächst auf Ihren Arbeitsbereich. Denken Sie in einem zweiten Schritt auch an die Ziele anderer Abteilungen und Bereiche. Wo gibt es wichtige Schnittstellen?

 

Test: unternehmerisches Denken

  • Welche USP/Alleinstellungsmerkmale zeichnen unsere Dienstleistungen/Produkte aus?

  • Wie können die USP besser kommuniziert werden?

  • Wie kann der Jahresumsatz um X Prozent gesteigert werden?

  • Welche Maßnahmen helfen beim Ausbau des Marktanteils um X Prozent?

  • Wie viele Kunden soll ein Außendienstmitarbeiter pro Woche besuchen?

  • Wie viele Telefonate soll er führen?

  • Wie kann die Zahlungsbereitschaft gesteigert werden?

  • Und wie das Forderungsmanagement verbessert?

  • Wie können Qualitätsstandards beim Einkauf optimiert werden?

  • Was ist wichtig, um Einsparpotentiale im Einkauf zu realisieren?

 

Ergebnis- und Prozessziele

Überlegen Sie sich für Ihr spezielles Arbeitsfeld jetzt sieben passende Fragen, um die unternehmerischen Ziele Ihres Teams, Ihrer Abteilung oder Ihres Bereiches klarer zu definieren.

Unterscheiden Sie dabei beispielsweise zwischen Ergebniszielen und Prozesszielen.

Oder definieren Sie Kostenziele, Terminziele und Leistungsziele, um Ihr unternehmerisches Denken und Handeln zu verbessern.

 




Assessment-Center: Unternehmerisches Denken im Fokus

In Assessment-Centern, Management-Audits und Development-Centern steht Ihre unternehmerische Kompetenz zusammen mit anderen Managementkompetenzen im Fokus der Beobachterkonferenz.

 

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Übung Fallstudie

Aus unseren AC-Coachings wissen wir, dass insbesondere die AC-Übung Fallstudie momentan sehr häufig eingesetzt wird.

Die Unternehmen wollen ganz konkret sehen, wie es um das unternehmerische Denken und Handeln von Führungskräften bestellt ist.

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Überzeugen Sie in allen AC-Übungen mit Ihren Management-Stärken in Aktion.

 

Das zeichnet Sie aus!

Gerne unterstützen wir Sie mit unserer bewährten Expertise dabei, Ihre Alleinstellungsmerkmale in der Manager-Bewerbung (m/w/x) im Job-Interview  und im Executive-Assessment professionell zu präsentieren.

 

 

Christian Püttjer & Uwe Schnierda twitter: karrierecoaches 

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