Leadership und Management: Diese Unterschiede sollten Sie kennen!

Von Püttjer - Schnierda

Leader oder Manager ✓ Anhänger oder Untergebene ✓ Vision oder Autorität ✓ inspirieren oder organisieren ✓

 

Problemfall "Führer": In deutschsprachigen Unternehmen wird zwar häufig von Führung und Management gesprochen, aber aus historischen Gründen kaum vom (An-)Führer, sondern eher von einer Führungskraft, einer Leiterin oder einem Leiter oder einer Managerin beziehungsweise einem Manager.

Problemlos "Leader": Im englischen Sprachraum dagegen wird zwischen Leadership und Management unterschieden und dementsprechend auch zwischen Leader und Manager.

 

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Leadership und Management: Wo liegen die Unterschiede?

Kurzdefinition Leadership: Ein Leader ist gekennzeichnet durch die Begeisterung für seine innovative Unternehmensvision. Er oder sie inspiriert, mobilisiert und bewegt seine Mitarbeiter durch den klaren Anspruch, zukünftige Entwicklungen aktiv zu gestalten. Im Idealfall werden "bloße" Mitarbeiter hier zu Anhängern, weil sie sich auch emotional deutlich mit den Ideen und Gedanken des Leaders identifizieren.

Kurzdefinition Manager: Dagegen werden Manager eher als nüchterne, analytische und gewissenhafte Verwalter angesehen. Sie sorgen mittels Planung, Organisation und Kontrolle für effiziente Abläufe im Tagesgeschäft, setzen auf bewährte Vorgehensweisen und sind wenig daran interessiert, unnötige Risiken einzugehen.

Welcher Führungsstil passt zu Ihnen?

 




Mark Zuckerberg, Steve Jobs, Kasper Rørsted oder Dieter Zetsche: Leadership in Aktion

Bekannte Visionäre: Wenn sich Leadership durch Vision, Innovation und Charisma auszeichnet, sind Mark Zuckerberg von Facebook, der legendäre und leider schon früh verstorbene Steve Jobs von Apple, Kasper Rørsted als aktueller CEO von Adidas und ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Henkel und Dieter Zetsche, CEO der Daimler AG, sicherlich als typische Leader anzusehen.

Eigenschafter der Top-Leader: Sie alle, und viele weitere dynamische Unternehmenslenker, stehen für Präsenz, Charisma und Führungsstärke. Sie mobilisieren ihre Mitarbeiter nachhaltig, treiben Veränderungen konsequent voran und erkennen und schöpfen Disruptionspotentiale voll aus.

Wenn erstklassige Führungskräfte für Zielpositionen bis hin zur C-Level-Ebene gesucht werden, spielen Treiberqualitäten, Begeisterungsfähigkeit und Change-Management-Kompetenzen eine zentrale Rolle.

  1. souveränes Auftreten

  2. Begeisterungsfähigkeit

  3. Durchsetzungsstärke

  4. Fehlerkultur etablieren

  5. Innovationskultur verankern

  6. Prozessmanagement verbessern

  7. effizienter Delegieren

  8. emotionale Intelligenz einsetzen

  9. Beziehungsmanagement nutzen

  10. zügiger Entscheiden

  11. Urteilsvermögen ausbauen

  12. Risikobereitschaft fördern

  13. Gestaltungswillen zeigen

  14. Umsetzungsstärke einsetzen

  15. Veränderungsbereitschaft fördern

 




Mehr "Leaderinnen" braucht das Land

Sie vermissen hier Frauen? Wir auch! Mehr zur "Mangelware" weibliche CEOs in diesem Artikel: Headhunterin sucht Vorstandssprecherin. Und sollten Sie in Vorstellungsgesprächen weibliche Management-Vorbilder nennen wollen, können Sie beispielsweise auf

  • Melanie Kreis (einzige Vorständin der Deutschen Post AG, zuständig für Personal und Finanzen),
  • Dorothee Blessing (Deutschlandchefin von JP Morgan),

  • Milagros Caiña Carreiro-Andree (erste Frau im Vorstand von BMW, Personal) oder

  • Lisa Davis (Mitglied des Vorstandes von Siemens, Leiterin des Siemens Sector Energy)

verweisen. Hinweis: Bitte aktualisieren Sie diese Informationen von Ihren Vorstellungsgesprächen. Das Personalkarussell dreht sich oft sehr schnell.

 




Risiken: Wenn das Team-at-the-Top ausgeschlossen wird

Einer für alle? Die starke Fokussierung von Unternehmen auf einen herausstechenden Leader birgt aber auch Leadership-Risiken, die nicht übersehen werden dürfen.

Zentralismus? Alleingänge von CEOs mit der dazugehörigen Entmachtung des Vorstands und des erweiterten Führungszirkels mögen in dramatischen Turnaround-Situationen unverzichtbar sein, damit schwierige und unangenehme Entscheidungen getroffen und konsequent und zeitnah umgesetzt werden können.

Mittelfristig besser - starke Führungsteams: Ein ergänzender, balancierender und auch kritischer Dialog durch das Team-at-the-Top des Unternehmens findet dann aber nicht mehr statt, was durchaus problematisch werden kann.

Single-Leader: Auf Dauer führen Alleingänge mit Alternativlos-Rhetorik und Schwarz-Weiß-Denken in die Irre. Die ursprüngliche Idee des Leaderships, nämlich die starke emotionale Verbundenheit mit dem Leader, wird dann ins Gegenteil verkehrt.

Fehlende Gestaltungsmacht: Absehr kommt nämlich der Punkt, an dem sich das Top-Führungsteam von charismatischen Lenker distanziert, weil es sich vom Dialog ausgeschlossen und zum reinen Befehlsempfänger degradiert fühlt.

 




Leadership- und Management-Coaching: Risiken identifizieren, Lösungen entwickeln

Realistisch bleiben: Als langjährige und erfahrene Executive-Coaches wissen wir, dass nicht jeder Manager auf Knopfdruck zum inspirierenden und charismatischen Leader werden kann. Und ebenso nicht jeder Leader zum systematisch und verlässlich vorgehenden Planer transformieren kann.

Mit Herausforderungen wachsen: Dennoch gibt es bewährte Handlungsmöglichkeiten, Coachingansätze und Führungstools, um herausfordernde Führungssituationen sowohl für Leader/-innen als auch für Manager/-innen zu klären. Dabei hilft beispielsweise der systematische Perspektivenwechsel von der Sicht des Leaders hin zum Manager und umgekehrt.

Aus diesem Grund kommen bei der Beurteilung und bei der Entwicklung von individuellen Stärken und Kompetenzen spezielle Verfahren zum Einsatz.

  1. Development-Center

  2. Assessment-Center

  3. Management-Audits

  4. kompetenzbasierte Interview

  5. strukturierte Job-Interviews

  6. Übung: analytische Fallstudie (üblicherweise mit Ergebnispräsentation)

  7. Übung: Mitarbeitergespräch (üblicherweise Kritikgespräche)

  8. 360 Grad-Feedback (Beurteilung durch Vorgesetzte, Kollegen, Mitarbeiter und eigene Einschätzung: insgesamt vier Perspektiven)

  9. Persönlichkeitstest (beispielsweise Big-Five)

  10. Executive-Assessments

 

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Souverän argumentieren, überzeugen und motivieren

Wir coachen und beraten auch Sie in fordernden Führungssituationen, in denen Ihre Souveränität, Wirkung und Botschaft als Führungskraft gefordert ist.

  • Change-Management: Hierbei kann es sich um die Gestaltung von Change-Prozessen, das Onboarding in eine neue Führungsposition (die ersten 100 Tage) oder die Etablierung eines effektiven Konfliktmanagements handeln.

  • Führung von Führungskräften: Genauso stehen wir Ihnen zur Seite, wenn Sie schwierige Teamsituationen klären, Führungskollegen taktisch steuern oder als Top-Manager Führungskräfte wirkungsvoller führen wollen.

  • Von den Besten profitieren: Wir bauen Ihre Handlungsmöglichkeiten aus und stärken so Ihre Führungswirkung, geben Ihnen konstruktives Feedback und stehen insbesondere Senior-Managerinnen und -Managern als erfahrene Sparringpartner auf Augenhöhe gegenüber.

Call-to-Action: Rufen Sie unsere Seminarmanagerin, Frau Annika Schnierda, zur ersten Kontaktaufnahme an. Sie freut sich auf Ihren Anruf.

 

Christian Püttjer & Uwe Schnierda twitter: karrierecoaches 

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