Emotionale Intelligenz: 7 Erfolgsfaktoren für Führungskräfte

Führungskräfte benötigen emotionale Intelligenz, um gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ziele zu erreichen.

  • Wo können Sie ansetzen, um Ihre emotionale Intelligenz zu steigern?

  • Welche sieben Elemente helfen Ihnen dabei gezielt?

  • Mit welchen Testfragen wird Ihre emotionale Intelligenz in kompetenzbasierten Interviews überprüft?

  • Und mit welchen ergänzenden Kernkompetenzen haben Sie als Führungskraft mehr Erfolg?

 

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Was ist emotionale Intelligenz?

Definition: Was ist emotionale Intelligenz? Menschen, die ihre eigenen Gefühle präzise wahrnehmen, situationsangemessen kontrollieren, die Gefühle anderer bewusst erfassen und darauf gezielt reagieren, sind emotional intelligent.

Führungskräften hilft emotionale Intelligenz dabei, eine wertschätzende, vertrauensvolle und positive Beziehung zu Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufzubauen, um auf dieser Basis gemeinsame Ziele zu erreichen.

 




Besser führen: Erfolgsfaktoren emotionaler Intelligenz

Darüber, was emotionale Intelligenz im Detail ist, gibt es viele Meinungen, Modelle und Erklärungen.

Da wir seit über 25 Jahren Führungskräfte erfolgreich coachen haben wir natürlich unsere eigene Perspektive dafür, was Managerinnen und Managern dabei hilft, emotional intelligenter zu denken, zu handeln - und zu führen.

Diese sieben Erfolgsfaktoren halten wir für zentral.

 

1. Empathie

Emotional intelligente Menschen verfügen über Einfühlungsvermögen. Sie nutzen die Fähigkeit, sich in die Gefühle oder die Gedanken anderer Menschen hineinzuversetzen. Sie können zwischen emotionaler (Gefühle) und kognitiver Empathie (Gedanken) unterscheiden.

Und nutzen insbesondere auch soziale Empathie, um die unausgesprochenen Regeln in Organisationen, also auch Unternehmen, zu erfassen und zu nutzen.

 

2. Selbstreflektiert

Die Fähigkeit zur Selbstreflexion ist eng mit der Empathie verbunden. Wer sich selbst durchschaut, eröffnet sich nützliche Ansatzpunkte für Veränderungen im künftigen Verhalten.

Jeder Mensch und jede Führungskraft profitiert davon, sich ab und zu ehrlich und mit einer kritischen Distanz selbst zu hinterfragen.

 

3. Selbstmotiviert

Wenn Sie wissen, was Sie selbst antreibt und was andere wirklich motiviert, verfügen Sie über ein zentrales Element emotionaler Intelligenz.

Schärfen Sie Ihren Blick für Ihre Eigenmotivation und für die Antriebsmomente anderer. Mehr dazu auch weiter unten im Text: Steigern: So emotionale Intelligenz verbessern.

 

4. Selbstbewusst

Selbstbewusste Menschen sind authentisch. Sie überzeugen mit einem glaubwürdigen Auftritt und können anderen mitreißen. Bauen Sie Ihr Selbstbewusstsein aus, um als Vorbild zu überzeugen.

 

5. Überzeugungsstark

Ebenso wichtig ist die Fähigkeit, andere für ein Thema oder eine Handlung einzunehmen.

Sie brauchen Überzeugungskraft, um Ihr soziales Umfeld von eigenen Ansichten, anderen Perspektiven und gemeinsamen Zielen zu überzeugen.

 

6. Begeisternd

Wenn es um innovative Lösungen, notwendige Veränderungen, Chancen oder sogar Disruption geht, ist auch immer von Begeisterungsfähigkeit die Rede.

Nicht jede Führungskraft ist wie Steve Jobs, dennoch wollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter heutzutage nicht nur Sachargumente hören, sondern immer auch emotional angesprochen werden.

 

7. Führungswerte

Emotional intelligente Führungskräfte richten den Blick in die Zukunft.

Dies gelingt nur, wenn die Unternehmenskultur und die gelebten Führungswerte zur Führungskraft und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern passen. Suchen Sie sich ein Unternehmen, das zu Ihren Vorstellungen, Vorlieben, Wünschen und Werten passt.

 




Testfragen: Emotionale Intelligenz im Vorstellungsgespräch

Um Führungsaufgaben adäquat zu bewältigen, ist sozial kompetentes Verhalten unverzichtbar.

 

Andere und sich selbst verstehen

Es liegt auf der Hand, dass erfolgreiche Führung nur dann gelingen kann, wenn Emotionen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erkannt und verstanden werden.

Ebenso wichtig ist die Fähigkeit zur Selbstreflexion.

Wenn Probleme, Auseinandersetzungen und Konflikte gelöst werden sollen, wird dies besser gelingen, wenn die emotionalen Gründe für das eigene Führungsverhalten gelegentlich hinterfragt werden.

 

Kompetenzbasierte Interviews

Daher finden Vorstellungsgespräche mit Top-Manager/-innen und Führungskräften immer häufiger als strukturiertes Interview statt.

Damit es zu einem optimalen "Fit" zwischen der Zielposition und der Persönlichkeit der Führungskraft kommt, werden zentrale Managementkompetenzen im Vorfeld definiert.

Unter Bezug auf die definierten Managementkompetenzen werden dann spezifische Fragen gestellt.

 

Eigene Emotionen

  1. Warum sind Sie gerne Führungskraft?

  2. Was sind für Sie die Schattenseiten von Führungsaufgaben?

  3. Welche Eigenschaften schätzen Sie an anderen Menschen?

  4. Und welche bringen Sie manchmal auf die Palme?

  5. Denken Sie manchmal, dass Sie Ihre Führungsrolle am liebsten hinschmeißen würden?

  6. Wie holen Sie sich aus derartigen Stimmungstiefs?

  7. Wie gehen Sie mit Rückschlägen bei der Arbeit um? Können Sie uns hier ein Beispiel geben.

  8. Welche Führungskraft hat Sie in Ihrer beruflichen Entwicklung geprägt?

  9. Was macht Ihrer Ansicht nach Führung heute schwieriger als früher?

 

Emotionen anderer

  1. Geben Sie uns bitte ein Beispiel für einen Konflikt mit einem Mitarbeiter: Worum ging es dabei?

  2. Erzählen Sie uns von einer Kraftprobe mit dem Personalrat: Wie haben Sie auf einen Kompromiss hingearbeitet?

  3. Wie reagieren Sie, wenn sich Schlüsselkunden bei Ihnen über einen Servicetechniker beschweren?

  4. Haben Sie schon einmal einem Konflikt unter Führungskollegen die Schärfe genommen: Wie sind Sie dabei vorgegangen?

  5. Stellen Sie sich vor, dass wichtige Lieferanten Sie preislich unter Druck setzen: Wie gehen Sie vor?

  6. Haben Sie Erfahrung im Umgang mit gewerkschaftlich organisierten Mitarbeitern? Wie arbeiten Sie hier auf ein besseres gegenseitiges Verständnis hin? Geben Sie uns bitte ein Beispiel.

  7. Was können Vorgesetzte Ihrer Meinung nach tun, um Streitigkeiten und Auseinandersetzungen im Team frühzeitiger zu erkennen?

 

 

 




Steigern: So emotionale Intelligenz verbessern

Es gibt viele hilfreiche Ansatzpunkte, um ein besseres und tieferes Verständnis für eigene und fremde Antriebsmomente und Gefühle zu bekommen.

 

Selbst- und Fremdbild

In unseren Coachings setzen wir auf einen starken Bezug zu alltäglichen Managementsituationen. Daher stehen Kritikgespräche und Motivationsgespräche im Mittelpunkt.

  • Wie treten Sie Mitarbeitern in Konfliktgesprächen gegenüber?

  • Was teilt Ihre Körpersprache mit?

  • Sind Sie in der Lage, Emotionen Ihres Gegenübers zu erkennen und adäquat anzusprechen?

  • An welchen Stellen im Gespräch wechseln Sie gezielt von der Sachebene auf die Beziehungsebene?

  • Wie können Sie Mitarbeitern als Coach "Hilfe zur Selbsthilfe" anbieten?

  • Wie drücken Sie Wertschätzung aus?

 

Motivationen anderer verstehen

Um ein besseres Verständnis für Mitarbeiter, aber auch Kollegen oder die eigenen Vorgesetzten zu bekommen, hilft es durchaus, deren Antriebsmomente und Gründe für emotionale Veränderungen systematisch zu erfassen.

  • Welche Personen sind am Arbeitsplatz für Sie von besonderer Bedeutung?

  • Können Sie jeweils drei Antriebsmomente für fünf wichtige Personen stichwortartig erfassen?

  • Wenn Sie an ein tiefergehendes Gespräch mit einer für Sie wichtigen Person denken: Haben Sie die Antriebsmomente des anderen berücksichtigt?

  • Wenn Sie an einen Konflikt mit einer für Sie wichtigen Person denken: Hat es Ihnen bei der Konfliktlösung geholfen, sich bewusst in die Gefühlswelt des anderen hinzuversetzen?

  • Kennt Ihr soziales Umfeld Ihre Antriebsmomente?

 




Kernkompetenzen: Emotionale Intelligenz und mehr

Erfolgreiche Managerinnen und Manager kennen ihre Kernkompetenzen - und entwickeln sie ständig weiter.

 

Gesucht: Moderne Führung

Aktuell ist die Führungswelt in einem starken Umbruch. Denn die gesellschaftlichen, unternehmerischen und und individuellen Voraussetzungen von Führung wandeln sich grundlegend.

Bauen Sie Ihre Managementkompetenzen gezielt aus, damit Sie mit einem reflektierten und individuellen Führungsstil überzeugen.

  1. agile Führung

  2. wertschätzende Führung

  3. strategisches Denken

  4. analytisches Denken

  5. komplexes Denken

  6. unternehmerisches Denken

  7. Überzeugungskraft

  8. zügiges Entscheiden

  9. reflektiertes Konfliktverhalten

  10. Hands-on-Mentalität

  11. Fördern von Veränderungen

  12. proaktives Denken und Handeln: Eigeninitiative

  13. Risikobereitschaft

  14. Begeisterungsfähigkeit

  15. souveränes Auftreten

 

Entwicklen Sie Ihre Führungsstärken gezielt! Gerne stehen wir auch Ihnen für ein professionelles Leadership-Coaching zur Verfügung. Rufen Sie uns an, um Ihre individuellen Coachingziele abzustimmen.

 

Christian Püttjer & Uwe Schnierda twitter: karrierecoaches 

foto: © Marc Olivier Jodoin on Unsplash.com