Mobbing am Arbeitsplatz ▷25 Beispiele - diese Rechte

Von Püttjer - Schnierda
  • Mobbing am Arbeitsplatz: 25 böse Beispiele

  • Meine Rechte gegen Mobber!

  • 53.000 € Schmerzensgeld wegen Mobbing ✔

  • PLUS: Raus aus der Mobbingfalle - Selbstmotivation

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Mobbing am Arbeitsplatz: 25 böse BEISPIELE

Mobbing am Arbeitsplatz ist leider eine berufliche Realität.

Und oft lässt sich eine Eigenkündigung nicht vermeiden, weil der Nervenkrieg das wichtige Selbstwertgefühl völlig zerstört.

Beispielsweise dann, wenn Mütter aus der Elternzeit zurückkehren, wenn neue Vorgesetzte im Team mit fiesen Tricks und unberechtigten Abmahnungen "aufräumen" wollen.

Oder wenn innovative Neueinsteiger von ausgebrannten "Platzhirschen" systematisch ausgebremst und rausgeekelt werden.

 

Definition: Mobbing

Mobbing am Arbeitsplatz liegt vor, wenn Arbeitnehmer durch psychische Gewalt von Vorgesetzten oder Kollegen systematisch unter Druck gesetzt werden.

Also insbesondere dann, wenn die Mobbinghandlungen miteinander verknüpft sind und planvoll aufeinander aufbauen.

So zählen beispielsweise persönliche Angriffe, schikanierendes Verhalten und diskriminierende Äußerungen zum Mobbing.

 

Unsere Liste mit Beispielen für Mobbing sollten Sie als Alarmsignale nutzen.

Und sich dringend überlegen, auf welche Weise Sie reagieren können und sollten ("Self-Leadership"). Mehr dazu gleich weiter unten.

 

Mobbing am Arbeitsplatz: 25 Beispiele

  1. Der neue Vorgesetzte teilt einer langjährigen Mitarbeiterin im Vier-Augen-Gespräch mit, dass er bisher noch jede ihm unliebsame Person mit Nervenkrieg und Ausdauer herausgeekelt habe.

  2. Eine mobbende Chefin droht schon bei kleinsten Fehlern ständig mit fristloser Kündigung.

  3. Einer schwangeren Mitarbeiterin wird wiederholt gesagt, dass man ihr nach der Elternzeit das Arbeitsleben zur Hölle machen wird, wenn sie nicht selbst kündigt.

  4. Am ersten Arbeitstag nach der Elternzeit steht ein leerer Schreibtisch ohne Computer und Telefon in einem abgelegenen Raum.

  5. Ein gemobbter Mitarbeiter wird in Meetings immer wieder nach berechtigten Nachfragen lautstark persönlich angegriffen.

  6. Ältere Mitarbeiter mit vermeintlich "zu hohem Gehalt" bekommen ständig Abmahnungen aus nichtigen Gründen.

  7. Die inhaltlich zutreffenden, aber sprachlich nicht ganz korrekten E-Mails einer Berufseinsteigerin mit Migrationshintergrund werden zur "Belustigung" während der Frühstückspause in der Kantine vorgelesen.

  8. Teile des Teams machen sich ständig über einen homosexuellen Mitarbeiter lustig, indem sie sein angeblich gezeigtes Verhalten imitieren: "Stößchen!" Auf das Mobbing angesprochen heißt es immer wieder: "Das ist doch nur Spaß!"

  9. Ein eher intovertierter, aber durchaus erfolgreicher IT-Projektleiter hört regelmäßig Gerüchte darüber, dass er wegen seiner zurückhaltenden Art wohl besser im Homeoffice als Programmierer aufhoben wäre.

  10. Vorgelegte Arbeitsergebnisse werden vom mobbenden Geschäftsführer nicht nur grundsätzlich kritisiert und schlecht gemacht. Er behauptet auch, dass es dem Mitarbeiter schon immer an Einsatzbereitschaft gemangelt habe.

  11. Zum Mobbing zählt häufig auch, dass wichtige Einladungen zu Meetings, Präsentationen und Abteilungstreffen grundsätzlich "vergessen" werden. Auf Nachfrage heißt es: "Die Themen waren ja nicht wirklich wichtig für dich!"

  12. Es werden ständig verhaltensbedingte Kündigungsgespräche aus fadenscheinigen Gründen angesetzt. Dabei wird unter vier Augen ganz offen mit Mobbing, Schikanen und einem schlechten Arbeitszeugnis gedroht.

  13. Die Arbeitszeiten der aus der Elternzeit zurückgekehrten Mutter werden immer wieder absichtlich unpassend zu den vorher mitgeteilten Kitazeiten festgelegt.

  14. Fortbildungen werden grundsätzlich unsachlich abgelehnt: "Das bieten wir nur aufstiegsfähigen Mitarbeitern an."

  15. Zum Mobbing zählt auch das systematische Abschneiden von Karriereperspektivven: "Auf interne Führungsjobs brauchst du dich gar nicht bewerben. Das ist nur für harte Jungs und nicht für so ein weiches Mädchen wie dich."

  16. Um schwer zu kündigende Mitarbeiter loszuwerden, werden diesen viel zu viele neue und zeitintensive Arbeitsaufgaben zugeteilt. Durchaus begründete Wünsche nach mehr Zeit werden brüsk abgeschmettert: "Du brauchst nicht zu glauben, dass dein Team jetzt deine Arbeit unentgeltlich und freiwillig übernimmt, nur weil du so unfähig bist."

  17. Vorgesetzte grüßen nicht mehr und verweigern bei jeder Gelegenheit konsequent den Blickkontakt.

  18. Am Abend bekommt die Mitarbeiterin wiederholt Anrufe, in denen ihre angeblich schlechte Arbeitsqualität lautstark und unangemessen kritisiert wird.

  19. Das gesamte Team behandelt einen Berufseinsteiger "wie Luft". Es gibt keinerlei Hilfe und Anleitung für die neuen Arbeitsaufgaben.

  20. Ständig werden über körperliche Kennzeichen "Witzchen" gemacht: Gewicht, Körpergröße, Brille oder Glatze.

  21. Einer Führungskraft werden nur noch Routineaufgaben zugeteilt, weit unter dem Können und den bisher üblichen Führungsaufgaben.

  22. Der Projektleiter spricht in Anwesenheit der Projektmitarbeiterin am Telefon oder im Frühstücksraum laut und deutlich davon, dass diese unglaublich unzuverlässig sei. Und er auf den Tag warte, dem sie endlich schwanger werden würde.

  23. Dem gemobbten Mitarbeiter werden heimlich ausgedruckte Stellenanzeigen für Jobs bei anderen Arbeitgebern auf den Schreibtisch gelegt.

  24. Je nach Nationalität werden ständig "Russenwitze", "Araberwitze", "Polenwitze" oder "Türkenwitze" erzählt, die nicht lustig, sondern diskriminierend oder sexuell anstößig sind.

  25. Das Team teilt "lustige Bildchen" von der neuen Chefin mit abwertenden Bildunterschriften über WhatsApp.

 

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Mobbing: Diese Rechte habe ich!

Werden Arbeitnehmer, durch persönliche Angriffe, schikanierendes Verhalten und diskriminierende Äußerungen immer wieder seelisch verletzt, liegt Mobbing vor.

Manchmal hilft das klärende Gespräch mit der Mobbingtäterin oder dem Mobbingtäter.

Manchmal kann der Betriebsrat schlichten und eine Lösung finden.

Und manchmal hilft nur der Weg zum Fachanwalt für Arbeitsrecht, um sich professionell rechtlich beraten zu lassen.

 

Mobbing: Diese Rechte und Urteile

  • Fristlose Kündigung: Unter diesen Umständen darf ein Arbeitgeber einem mobbenden Vorgesetzten auch fristlos kündigen. LG Thüringen, Urteil vom 15.02.2000, 5 Sa 102/2000

  • 17.500 € Schmerzensgeld: Die Vorgesetzte schikanierte die Arbeitnehmerin ein Jahr lang durchgehend. Die Arbeitnehmerin wurde psychisch krank. AG Eisenach, Urteil vom 30.08.2005, 3 Ca 1226/03
  • 24.000 € Schmerzensgeld: Ein Arbeitnehmer erlitt eine Depression nach Beleidigung. LAG Niedersachsen, Urteil vom 12.10.2006, 6 SA 2132/03

  • 25.000 € Schmerzensgeld: Die Führungskraft wurde unterwertig und nicht vertragsgemäß beschäftigt. LAG Baden-Württemberg, Urteil vom 12.06.2006, 4 Sa 68/05

  • 53.000 € Schmerzensgeld: Der Chefarzt degradierte den Oberarzt wegen angeblicher schlechter Arbeitsleistungen. ArbG Leipzig, Urteil vom 03.04.2012, Az: 9 Ca 3854/11

 

Die Arbeitsgerichte bis hin zum Bundesarbeitsgericht, zum Bundesverwaltungsgericht und zum Bundesgerichtshof haben schon längst zahlreiche Urteile in Sachen Mobbing getroffen.

Selbstverständlich dürfen Vorgesetzte ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weder körperlich noch seelisch verletzen, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden.

 




Mobbingtagebuch: Mobbing beweisen

Werden Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer oder auch Vorgesetzte selber systematisch gemobbt, sollte zu Beweiszwecken ein Mobbingtagebuch erstellt werden.

 

Coachingtipp: Mobbingtagebuch

Im Mobbingtagebuch werden alle Mobbingversuche  und -handlungen mit Datum, Uhrzeit, Personen, eventuellen Zeugen und Stichworten zum Sachverhalt dokumentiert.

Wichtig dabei: Bitte auch die seelischen und körperlichen Folgen am jeweiligen Tag festhalten, beispielsweise stundenlanges Weinen, depressive Gedanken, Suizidgedanken, Panikattacken oder Angstzustände.

 




Raus aus Mobbingfalle: Selbstmotivation

Ist das Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber durch Mobbing am Arbeitsplazt dauerhaft beschädigt, werden sich Mobbinggeschädigte wohl oder übel einen neuen Arbeitsplatz suchen müssen.

Entkommen Sie der Mobbingfalle, indem Sie bewusst ihre Selbstmotivation stärken.

Rufen Sie sich Aufgaben und Tätigkeiten in Erinnerung, die Sie gerne und gut bearbeiten.

Was wollen Sie vorrangig mit dem jetzt anstehenden Jobwechsel an Veränderungen erreichen?

 

Mobbingfalle? Selbstmotivation hilft!

  1. Was tue ich beruflich am liebsten?

  2. Und was gefällt mir am wenigsten bei der Arbeit?

  3. Welche Rolle nehme ich im Team ein?

  4. Aus welchen Gründen habe ich mich für meinen Beruf entschieden?

  5. Was macht mich besonders?

  6. Was macht mich wütend?

  7. Welche beruflichen Ziele habe ich?

  8. Woher weiß ich, dass ich einen guten Job gemacht habe?

  9. Was erwarte ich von meinen neuen Vorgesetzten?

  10. Bin ich ein kreativer Mensch?

  11. Wie gehe ich mit schwierigen Kollegen um?

  12. Wie gehe ich mit Rückschlägen um?

  13. Wie würde ich mich mit drei Worten beschreiben?

  14. Fragen zur Persönlichkeit: 40 heftige

 

Arbeiten Sie für anstehende Vorstellungsgespräche und für die eigene Selbstmotivation eine stärkenorientierte Selbstpräsentation ("Werdegang zusammenfassen") aus.

Fokussieren Sie dabei auf Ihre Erfahrungen, Kenntnisse und Stärken ("Soft Skills").

Bei dieser Bewerbungsarbeit helfen Ihnen unsere vollständigen Muster für Selbstpräsentationen.

 

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Üben Sie auch, auf kritische Fragen mit guten Antworten zu überzeugen. Hierbei helfen Ihnen unsere E-Learnings Vorstellungsgespräch.

 

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Für Ihre Bewerbungen und Vorstellungsgespräche wünschen wir Ihnen viel Erfolg. Und insbesondere wünschen wir Ihnen einen besseren Job!

Gerne beraten wir Sie auch online, telefonisch oder bereiten Sie persönlich auf Vorstellungsgespräche mit interessanten Arbeitgebern vor.