MINDSET ändern Beispiele ▷DAS HILFT mir + SO entwickeln!

Von Püttjer - Schnierda
  • Mindset: Was ist das? Bedeutung + Definition

  • 12 Beispiele: Glaubenssätze für Denkmuster + Verhaltensweisen

  • Mindset ändern: 10 Übungen

  • Dynamisches und statisches Mindset verstehen: Growth Mindset + Fixed Mindset ✔

  • Psychologie der Persönlichkeit: 12 Fragen, die mich weiterbringen ✔

 

mindset

 




BEDEUTUNG: Mindset, was ist das?

Definition: Unter Mindset wird ein psychologisches Konzept des Selbstbildes verstanden, es umfasst Denkweisen, Überzeugungen, Verhaltensmuster und "Glaubenssätze" über die eigene Persönlichkeit. Unterschieden wird hier zwischen dem statischen Selbstbild (Fixed Mindset) und dem dynamischen Selbstbild (Growth Mindset).

Das "Growth Mindset" (dynamisches Selbstbild) enthält die Annahme, dass Menschen sich zu einem bestimmten Zeitpunkt auf einem bestimmten Entwicklungsstand befinden. Und sich von dieser Basis aus künftig weiter neue Themen, Denk- und Verhaltensweisen aneignen können.

Dagegen beinhaltet das "Fixed Mindset" (statisches Selbstbild) die Annahme, dass die Fähigkeiten und die Intelligenz von Menschen grundsätzlich vorgegeben und nicht oder nur wenig veränderbar sind. Fehler und Misserfolge werden nicht als Chance gesehen, etwas zu verbessern, sondern als Mangel an (kaum beeinflussbarer) Kompetenz und (dauerhaft) fehlendem Können.

 

Idowu Koyenikan

"The mind is just like a muscle - the more you exercise it, the stronger it gets and the more it can expand."

 




BEISPIELE Mindset Glaubenssätze

Viele Menschen kennen ihre inneren Glaubenssätze ("Grundeinstellungen hinsichtlich der eigenen Persönlichkeit"), mit denen sie an berufliche oder private Herausforderungen, an die Lösung von Problemen oder an das Erlernen neuer Vorgehens- oder Verhaltensweisen gehen, kaum oder gar nicht. Und haben diese nur selten oder nie reflektiert.

Nutzen Sie unsere Beispiele für die das Selbstbild, die Haltung, die Entscheidungsgrundsätze, die Denkmuster und die Verhaltensweisen, die im persönlichen Mindset abgebildet werden.

 

Mindset Beispiele Glaubenssätze

  1. Es fällt mir leicht / schwer auf unbekannte Menschen zuzugehen: Kontaktfreudig.

  2. Ich kann gut / schlecht mit Zahlen umgehen: Zahlenaffinität.

  3. Etwas Neues zu lernen fällt mir leicht / schwer: Flexibilität.

  4. Ich probiere häufig / selten etwas Neues aus: Risikobereitschaft.

  5. Neue Kolleginnen und Kollegen kann ich nach kurzer Zeit gut / schlecht einschätzen: Urteilsvermögen.

  6. Auf Stress reagiere ich gelassen / emotional überfordert: Emotionale Stabilität.

  7. Ich weiß eigentlich gut /  nicht so gut, warum ich in bestimmten Situationen verärgert reagiere oder wütend werde: Selbstreflexion.

  8. Auch unter Zeitdruck und objektiver Häufung von Arbeitsaufgaben arbeite ich präzise / weniger präzise: Gewissenhaftigkeit.

  9. Es gefällt mir / ist mir nicht so wichtig, ob in einer Gruppe eine konstruktive Atmosphäre herrscht: Teamplayer.

  10. Andere Menschen vermeiden / suchen häufig meine Nähe: Freundliches Auftreten.

  11. Wenn ich mich überfordert fühle, bin ich schnell / nicht schnell genervt: Frustrationstoleranz.

  12. Ich kann Kritik annehmen und aus Fehlern lernen/ ich reagiere oft persönlich, wenn ich kritisiert werde: Kritikfähigkeit

 

Interessant und erkenntnisreich ist auch ein Vergleich des eher "einfachen" Mindset-Konzeptes mit dem psychologisch fundierten Persönlichkeitstest Big Five.

Mit diesem  "echten" Test werden die fünf Persönlichkeitsmerkmale Extraversion, Offenheit, Gewissenhaftigkeit, soziale Verträglichtkeit und emotionale Stabilität (Neurotizismus) differenzierter und präziser erfasst.

 

Das lesen anderen zum Thema Persönlichkeit

  1. Persönlichkeitsmerkmale: 100 Beispiele

  2. Elegant und häufiger "Nein" sagen - mit Übungen

  3. An Schwächen arbeiten: Lohnt sich das?

  4. Vertrauen aufbauen: 13 Praxistipps vom Coach

 




Mindset ändern ÜBUNGEN: GROWTH MINDSET

Es gibt bewährte Übungen, um das eigene Mindset zu reflektieren, zu verstehen und letztlich auch zu ändern.

Kindergarten- und Schulkinder mit einer unterstützenden Umgebung hören häufiger Sätze wie "Das schaffst du schon!", "Probier es doch erst einmal aus!" oder sogar "Mach das mindestens fünf Mal, dann wird es am Ende auch klappen!"

Wenn Sie während Kindheit und Jugend oder auch im Erwachsenenalter zu wenig positiven Zuspruch hatten, unterstützen Sie sich heute eben selbst.

Und suchen sich Menschen in Ihrem sozialen Umfeld, die Sie in neuen und ungewohnten Situationen inspirieren und motivieren.

Steigern Sie Ihre Frustrationstoleranz mit unseren Übungen für ein Groth Mindset.

 

Mindset ändern: 10 Übungen

  1. MIndset Übung: Warum? Denken Sie bei Aufgaben, Tätigkeiten und Handlungen kurz nach: Warum mache ich das gerade? Wer wird davon profitieren?

  2. Mindset Übung: Geschafft! "Habe ich schon geschafft und erreicht!": Rufen Sie sich bei Rückschlägen ins Gedächtnis, was Sie schon alles gut gemacht haben.

  3. Mindsetz Übung: Nein! Sagen Sie häufiger "Nein", wenn Sie sich zu sehr fremdbestimmt fühlen.

  4. Mindset Übung: Fehler lieben! "Bedanken" Sie sich bei nervigen Fehlern und kräftezehrenden Rückschlägen. Rückwirkend betrachtet wächst daran schließlich oft die Persönlichkeit!

  5. Übung: Wirkliche Freunde! Suchen Sie sich motivierende Unterstützer im privaten und beruflichen Bereich. Wer gibt Ihnen Kraft und stärkt Ihre Motivation?

  6. Übung: Skepsis erlaubt! Lassen Sie in Stresssituationen und unter Druck auch negative Gefühle zu und akzeptieren Sie diese in ihrer ganzen Intensität. Denken Sie dann kurz nach: Warum fühle ich mich gerade jetzt gerade so?

  7. Übung: Später! Zu Anfang sagen Sie einfach "Vielleicht später." oder "Darüber muss ich noch kurz nachdenken." oder "Ich habe gerade sehr viel zu tun." Bewährt hat es sich auch, mit einem freundlichen Lächeln zu sagen: "Das passt jetzt gerade überhaupt nicht."

  8. Übung: Was genau? Analysieren Sie beim einem Gefühl allgemeiner Überforderung, was Sie im Detail überfordert!

  9. Mindset Übung: Positive Verstärker! Setzen Sie sich bewusst klar umrissene Teilziele, um eigenmotiviert größere Ziele zu erreichen.

  10. Mindset Übung: Ich bin ich! Verlassen Sie die Falle der unnötigen Vergleiche mit anderen. Bleiben Sie selbstbewusst. Jeder Mensch ist verschieden, auch Sie!

 

Es lässt sich beobachten, dass Menschen mit einem "Growth Mindset" anders auf Herausforderungen reagieren und anders mit Rückschlägen umgehen.

Weil auch die Eigenmotivation deutlich stärker ausgeprägt ist, werden Erfolge und Ziele häufiger erreicht.

Probieren Sie ganz bewusst einzelne Mindset-Übungen aus um sich aktiv in Richtung Growth Mindset zu verändern.

 




PSYCHOLOGIE des Mindsets

Die US-amerikanische Psychologin Carol Dweck hat das Konzept des Mindsets mit den Perspektiven Fixed Mindset und Growth Mindset entwickelt.

Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen die Themenfelder Motivation, Persönlichkeit und Entwicklung. Dabei hat Carol Dweck Querverbindungen zur Entwicklungspsychologie, zur Sozialpsychologie und zur Persönlichkeitspsychologie berücksichtigt.

Interessant sind auch Ihre Untersuchungen zusammen mit Ihrer britischen Kollegin Jo Boaler, zum Male und Female Mindsset ("männliches und weibliches Mindset").

 

Carol Dweck

“Becoming is better than being”.

 

Das lesen andere zum Thema Psychologie im Alltag

  1. Big Five: Persönlichkeitstest - 30 Beispielfragen

  2. Persönlichkeit und Beruf: Wann passt es richtig gut?

  3. Was motiviert mich?

  4. Bin ich ein kreativer Mensch? TEST + 15 Merkmale von KREATIVEN

  5. Perfektionismus? Tötet! Überwinden mit Mindset

 




FRAGEN: Persönlichkeit und Mindset

In immer mehr Unternehmen, Organisationen und Verwaltungen werden in Telefoninterviews, in Video-Interviews oder in persönlichen Gesprächen nicht nur fachliche Fragen gestellt. 

Zusätzlich sind auch viele knifflige Fragen zur Persönlichkeit der Bewerberinnen und Bewerber zu beantworten.

Es ist durchaus lohnenswert, sich diese Fragen in Ruhe auch einmal selbst zu stellen - und ehrlich zu beantworten.

 

Mindset: erkennen

  1. Wie würden meine Freunde mich beschreiben?

  2. Was macht mich besonders?

  3. Was ist meine größte Schwäche?

  4. Was tue ich beruflich am liebsten?

  5. Und was gefällt mir am wenigsten bei der Arbeit?

  6. Was ist das Verrückteste, was ich je gemacht habe?

  7. Kann ich mich mit drei Worten selbst beschreiben?

  8. Wie äußere ich konstruktive Kritik?

  9. Wo sehe ich den Engpass in meiner Entwicklung?

  10. Was stört mich am meisten an anderen Menschen?

  11. Was motiviert mich?

  12. Was macht mich wütend?

  13. Neue Fragen Vorstellungsgespräch: 50 harte