Eigenmotivation: Bewerbung, Beispiele, formulieren, steigern

Von Püttjer - Schnierda
  • "Sie verfügen über eine hohe Eigenmotivation."

  • "Wir suchen eine engagierte und motivierte Mitarbeiterin."

  • "Leistungsmotivation und Beharrlichkeit zeichnen Sie aus."

       

      Was ist eine hohe Eigenmotivation? Die Fähigkeit, an sich selbst hohe Anforderungen zu stellen und selbstgesteckte Ziele mit viel Engagement zu verfolgen.

      Da diese Stärke im Arbeitsleben ein großer Erfolgsfaktor ist, taucht sie in Stellenanzeigen ständig auf.

      Bewerberinnen und Bewerber sollten daher gute Beispiele parat haben, um ihre überdurchschnittliche Eigenmotivation im Anschreiben und auch im Bewerbungsgespräch glaubwürdig zu vermitteln.

       

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      Beispiele für Eigenmotivation

      Nicht immer wird in Stellenausschreibungen direkt Eigenmotivation eingefordert, umschrieben wird diese wichtige persönliche Stärke auch durch Begriffe wie

      • Eigeninitiative,

      • Leistungsmotivation,

      • engagierte Persönlichkeit,

      • Einsatzbereitschaft oder auch

      • Hands-on-Mentalität.

       

      Damit haben Sie bereits wichtige Ansatzpunkte zur Verfügung, um in Ihrer schriftlichen Bewerbung, aber auch in Bewerbungsgesprächen Beispiele für Ihre Eigenmotivation zu geben. Lassen Sie sich von unseren Beispielen inspirieren.

       

      Beispiel: Unlust

      Im Arbeitsalltag gibt es immer wieder einmal langweilige und wenig fordernde Routineaufgaben.

      Hier überzeugen Sie mit Ihrer Eigenmotivation dann, wenn Sie erläutern, wie Sie sich mit hoher Selbstdisziplin oder einem passenden Zeitmanagement täglich aufs Neue selbst zu hoher Leistungskraft anspornen.

      Verdeutlichen Sie beispielsweise, wie Sie mit dem gezielten Wechsel von einerseits kreativen und andererseits eher Unlust auslösenden Tätigkeiten selbst für den richtigen Mix an Aufgaben sorgen, der Sie motiviert.

       

      Beispiel: Niederlagen

      Auch Misserfolge, Niederlagen und Rückschläge gehören zum Arbeitsalltag dazu.

      Zumindest können Sie anhand dieser negativen Ereignisse Ihre Eigenmotivation nachzeichnen. Denn gerade dann kommt es ja darauf an, was Sie sich überlegen oder was Sie tun, um das Gesetz des Handelns zurückerobern.

       

      Beispiel: Kollegen

      Angehende Führungskräfte (hier: 15 zentrale Eigenschaften), Projektmanager oder Abteilungsleiter (alle m/w/d) können auch erklären, wie sie dank ihrer eigenen Motivation andere dazu gebracht haben, sich stärker zu engagieren.

      Dies können kleine Dinge sein, wie das gezielte Fördern von kritischeren Fragen in Meetings oder das Fördern von Rückfragen nach Vorträgen.

      Oder Sie geben Beispiele dafür, wie Sie bewusst Aufgaben und dazugehörige Entscheidungs- und Gestaltungsfreiräume delegiert haben. Denn auch das stärkt die Eigenmotivation Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sicherlich.

       




      Bewerbung: Selbstmotivation im Lebenslauf

      Bereits mit Ihrem Bewerbungsanschreiben können Sie verdeutlichen, dass Sie auf keinen Fall zu den eher passiven, abwartenden oder gar gleichgültigen Zeitgenossen gehören.

      Aber auch im stärkenorientieren Lebenslauf ist Platz dafür, dass Sie sich als aktiv, zupackend und optimistisch darstellen.

       

      Aufgreifen im CV

      Schließlich haben Sie nicht nur im Anschreiben, sondern auch im CV einen Gestaltungsspielraum, um auf spezielle Anforderungen aus Stellenanzeigen einzugehen. Verdeutlichen Sie hier ebenfalls Ihre überdurchschnittliche Eigenmotivation.

       

      Geschickt umschreiben

      Verwenden Sie zu diesem Zweck Schlagwörter wie "proaktives Handeln", "Verantwortungsbewusstsein", "zupackend" oder "vorausschauendes Denken und Handeln".

      In einem zweiten Schritt verknüpfen Sie die Schlagwörter mit konkreten Beispielen aus Ihren beruflichen Aufgaben, Zuständigkeits- und Verantwortungsbereichen.

       

       

      Viel zu bieten

      Und gehen Sie auch auf weitere gewünschte Stärken und soziale Kompetenzen ein, beispielsweise

      1. Begeisterungsfähigkeit,

      2. Agilität,

      3. Kreativität,

      4. Selbstbewusstsein,

      5. selbstständiges Arbeiten,

      6. Problemlösungsfähigkeit,

      7. Leistungsbereitschaft,

      8. Lernbereitschaft,

      9. Lösungsorientierung,

      10. Teamfähigkeit,

      11. Zuverlässigkeit,

      12. Verantwortungsbewusstsein,

      13. Einfühlungsvermögen,

      14. Flexibilität oder

      15. Kundenorientierung.


      Die gleiche Vorgehensweise empfiehlt sich auch für Vorstellungsgespräche, insbesondere dann, wenn Sie nach Ihren persönlichen Stärken gefragt werden.

       

      Mehr Wirkung

      Die gleiche Vorgehensweise empfiehlt sich auch für Vorstellungsgespräche, insbesondere dann, wenn Sie nach Ihren persönlichen Stärken gefragt werden.

       

       

         




        Test: Fragen zur Motivation

        Überzeugen Sie auch in Vorstellungsgesprächen mit guten Beispielen, wenn Sie zu Ihrer Motivation befragt werden.

         

        Fachkraft: Fragen

        1. Aus welchen Gründen haben Sie sich für gerade dieses Berufsfeld entschieden?

        2. Was verstehen Sie unter einer hohen Eigenmotivation?

        3. Wie reagieren Sie auf unmotivierte Teamkollegen?

        4. Warum haben Sie sich für gerade diesen Beruf entschieden?

        5. Bist du von Routineaufgaben schnell gelangweilt?

        6. Erzähl mir bitte von einer unangenehmen Arbeitsaufgabe: Wie bist du dabei vorgegangen?

         

        Führungskraft: Fragen

        1. Was lässt sich die Motivation in Projektteams steigern?

        2. Wie erklären Sie Mitarbeitern den Sinn von Arbeitsaufgaben?

        3. Wie reagieren Sie, wenn Sie ein vermeintlich sinnloses Projekt bearbeiten sollen?

        4. Wie wichtig ist Ihnen Ihr Gehalt?

        5. Was hat Sie im Studium motiviert?

        6. Wie bringen Sie demotivierte Mitarbeiter dazu, wieder mehr Leistung zu bringen?

         




        Unbekannt: Tipps für Fortgeschrittene

        Wenn Sie Ihre hohe Eigenmotivation hervorheben möchten, sollten Sie gezielt Adjektive wie

        • ausgeprägte,

        • starke,

        • bewährte,

        • gelebte oder

        • überdurchschnittliche

        verwenden.

         

        So formulieren

        "Meine gelebte Eigenmotivation zeigt sich für mich unter anderem daran, dass …"

        Weiter ist es sehr überzeugend, wenn Sie Beispiele dafür geben können, wie Sie andere dazu bewegt haben, engagierter, mitdenkender und konstruktiver mitzuarbeiten.

        Sicherlich fallen ihnen wichtige Projekte, gelungene Veränderungen oder delegierte Aufgaben ein, in denen Sie andere dazu bewegt haben, sich stärker als bisher einzubringen, um gemeinsam auf Lösungen oder sogar Erfolge hinzuarbeiten.

         




        Steigern: So Eigenmotivation verbessern

        Wenn Sie Ihre Eigenmotivation stärken möchten, gibt es bewährte Tipps und erprobte Herangehensweisen. Sorgen Sie aktiv für Veränderung!

         

        Gefühle akzeptieren

        Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie zunehmend unmotiviert, lustlos und genervt an Aufgaben herangehen, sollten Sie diese negativen Gefühle nicht einfach ausblenden. Oberflächliche Empfehlungen wie "Verändern Sie einfach Ihre Einstellung!" halten wir aus unserer Beratungserfahrung heraus für wenig hilfreich.

        Analysieren Sie besser die Gründe für Ihre Unlust.

        • Fühlen Sie sich von Routineaufgaben gelangweilt?

        • Mögen Sie die ewig gleichen Statements und Sprüche der Kollegen nicht mehr hören?

        • Fühlen Sie, dass Sie noch mehr erreichen wollen und können?

         

        Jobwechsel?

        Hier kann ein Jobwechsel die Lösung sein oder eine Veränderung in den Schwerpunkten Ihrer Arbeitsaufgaben, beispielsweise durch eine interne Bewerbung.

        Halten Sie präzise fest, ob Ihre negativen Gefühle sich mehr auf Aufgaben oder auf das persönliche Arbeitsumfeld beziehen.

         

        Wahrnehmung schulen

        Weiter können Sie Ihre Wahrnehmung für die Situationen verbessern, in denen Sie besonders zufrieden und vielleicht auch glücklich sind. Halten Sie bewusst fest, welche Arbeitsergebnisse bei Ihnen Zufriedenheit auslösen.

        Versuchen Sie herauszufinden, was Ihre Eigenmotivation im Detail stärkt. Fühlen Sie sich von kniffligen Problemstellungen besonders fasziniert? Gestalten Sie Abläufe gerne neu? Fühlen Sie sich wohl, wenn Sie andere unterstützen können. Oder motiviert Sie die Vorstellung, sich im Wettbewerb durchzusetzen.

        Erkennen Sie Ihre persönlichen Antriebsmomente!

         

         

        Ziele anpassen

        Wenn Sie im Berufsalltag häufiger Lustlosigkeit verspüren, kann dies auch daran liegen, dass Sie Ihre Ziele einerseits zu hoch oder anderseits auch zu niedrig ansetzen.

        Sind Ziele permanent zu hochgesteckt, wird das Nichterreichen immer wieder Frustration auslösen. Damit sind negative Gefühle vorprogrammiert. Fragen Sie sich, ob die anvisierten Ziele von Ihnen stammen oder Ihnen von Dritten aufgezwungen werden. Entwickeln Sie idealerweise eigene, realistische Maßstäbe für Ihre Arbeit.

         

        Unterfordert

        Ebenso gibt es auch das Phänomen der permanenten Unterforderung, dann sind die angestrebten Ziele zu leicht zu erreichen. Natürlich ist es grundsätzlich zu begrüßen, wenn Sie Vorgaben bei der täglichen Arbeit mit Leichtigkeit und wenig Aufwand erfüllen.

        Aber vielleicht brauchen Sie ab und an doch mehr Herausforderung und Wettbewerb. Fordern Sie sich bewusst selbst mit - gelegentlich - höheren Zielen.

         




        Ich bin: Eigenverantwortlich und optimistisch

        Sie wissen nun, dass Sie mit der Beschreibung Ihrer intrinsischen (inneren) Motivation für positive Aufmerksamkeit sorgen werden, weil Sie darstellen können, dass Sie Werte wie Selbstdisziplin, Verantwortung und Entscheidungsstärke schon längst verinnerlicht haben.

         

        Gesucht

        Sie können verdeutlichen, auf welche Weise das Unternehmen von Ihrer engagierten und ergebnisorientierten Arbeitsweise profitieren wird.

         

        Eingesetzt

        Und Sie können idealerweise auch Beispiele dafür geben, wie Sie Arbeitsprozesse, Abläufe in Projekten oder auch Meetings so verändert haben, dass Kollegen ebenfalls in der Lage und bereit dafür waren, mehr Eigenmotivation als bisher zu zeigen.

         

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        Motiviert bewerben

        Um Ihre Eigenmotivation für den manchmal doch etwas nervigen und fordernden Bewerbungsprozess zu stärken, empfehlen wir Ihnen unser digitalen Bewerbungshelfer (PDF-Downloads).

        Und stehen Ihnen bei Bedarf auch gerne engagiert mit unseren telefonischen Beratungsangeboten zur Verfügung.

        Christian Püttjer & Uwe Schnierda twitter: karrierecoaches 

        foto: © Brooke Lark on Unsplash.com