Eigenmotivation: So im Anschreiben erklären

 

Eine starke Eigenmotivation hilft im Berufs-, aber auch im Privatleben.

Und da die Fähigkeit, an sich selbst hohe Anforderungen zu stellen und mit Engagement gesteckte Ziele zu verfolgen im Arbeitsleben sicherlich ein großer Erfolgsfaktor ist, taucht diese Stärke in Stellenanzeigen ständig auf.

 

  • "Sie verfügen über eine hohe Eigenmotivation."

  • "Wir suchen eine engagierte und motivierte Mitarbeiterin."

  • "Leistungsmotivation und Beharrlichkeit zeichnen Sie aus."

     

    Bewerberinnen und Bewerber sollten daher gute Beispiele parat haben, um ihre überdurchschnittliche Eigenmotivation im Anschreiben und auch im Bewerbungsgespräch glaubwürdig zu vermitteln.

     



    Motiviert und engagiert zum Ziel

    Nicht immer wird in Stellenausschreibungen direkt Eigenmotivation eingefordert, umschrieben wird diese wichtige persönliche Stärke auch durch Begriffe wie

    • Eigeninitiative,

    • Leistungsmotivation,

    • engagierte Persönlichkeit,

    • Einsatzbereitschaft oder auch

    • Hands-on-Mentalität.

     

    Damit haben Sie bereits wichtige Ansatzpunkte zur Verfügung, um in Ihrer schriftlichen Bewerbung, aber auch in Bewerbungsgesprächen Beispiele für Ihre Eigenmotivation zu geben. Lassen Sie sich von unseren Beispielen inspirieren.

     

    Beispiel - Unlust überwinden

    Im Arbeitsalltag gibt es immer wieder einmal langweilige und wenig fordernde Routineaufgaben. Hier überzeugen Sie mit Ihrer Eigenmotivation dann, wenn Sie erläutern, wie Sie sich mit hoher Selbstdisziplin oder einem passenden Zeitmanagement täglich aufs Neue selbst zu hoher Leistungskraft anspornen.

    Verdeutlichen Sie beispielsweise, wie Sie mit dem gezielten Wechsel von einerseits kreativen und andererseits eher Unlust auslösenden Tätigkeiten selbst für den richtigen Mix an Aufgaben sorgen, der Sie motiviert.

     

    Beispiel - Nach Niederlagen aufstehen

    Auch Misserfolge, Niederlagen und Rückschläge gehören zum Arbeitsalltag dazu. Zumindest können Sie anhand dieser negativen Ereignisse Ihre Eigenmotivation nachzeichnen. Denn gerade dann kommt es ja darauf an, was Sie sich überlegen oder was Sie tun, um das Gesetz des Handelns zurückerobern.

     

    Beispiel - Engagement von Kollegen stärken

    Angehende Führungskräfte, Projektmanager oder Abteilungsleiter (alle m/w) können auch darauf abzielen, zu erklären, wie sie dank ihrer eigenen Motivation andere dazu gebracht haben, sich stärker zu engagieren. Dies können kleine Dinge sein, wie das Zulassen von Fragen in Meetings oder das Fördern von Rückfragen nach Vorträgen.

    Oder Sie geben Beispiele dafür, wie Sie bewusst Aufgaben und dazugehörige Entscheidungs- und Gestaltungsfreiräume delegiert haben, um die Eigenmotivation Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter planvoll zu stärken.

     



    So im Lebenslauf beschreiben

    Bereits mit Ihrem Bewerbungsanschreiben können Sie verdeutlichen, dass Sie nicht zu den eher passiven, abwartenden oder gar gleichgültigen Zeitgenossen gehören. Aber auch im Lebenslauf ist Platz dafür, dass Sie sich als aktiv, zupackend und optimistisch darstellen.

    Schließlich haben Sie nicht nur im Anschreiben, sondern auch im CV einen Gestaltungsspielraum, um auf spezielle Anforderungen aus Stellenanzeigen einzugehen. Verdeutlichen Sie hier ebenfalls Ihre überdurchschnittliche Eigenmotivation.

    Verwenden Sie zu diesem Zweck Schlagwörter wie "proaktives Handeln", "Verantwortungsbewusstsein", "zupackend" oder "vorausschauendes Denken und Handeln".

    In einem zweiten Schritt verknüpfen Sie die Schlagwörter mit konkreten Beispielen aus Ihren beruflichen Aufgaben, Zuständigkeits- und Verantwortungsbereichen.

     

    Und gehen Sie auch auf weitere gewünschte Stärken ein, beispielsweise

    1. Kreativität,

    2. Eigenmotivation (dieser Artikel),

    3. Lernbereitschaft,

    4. Lösungsorientierung,

    5. Teamfähigkeit,

    6. Zuverlässigkeit,

    7. Verantwortungsbewusstsein,

    8. Einfühlungsvermögen,

    9. Flexibilität oder

    10. Kundenorientierung.


    Die gleiche Vorgehensweise empfiehlt sich auch für Vorstellungsgespräche, insbesondere dann, wenn Sie nach Ihren persönlichen Stärken gefragt werden..

       



      Tipps für Fortgeschrittene

      Wenn Sie Ihre hohe Eigenmotivation hervorheben möchten, sollten Sie gezielt Adjektive wie

      • ausgeprägte,

      • starke,

      • bewährte,

      • gelebte oder

      • überdurchschnittliche

      verwenden.

      Formulieren Sie im Anschreiben oder im Bewerbungsgespräch in dieser Art:

      "Meine gelebte Eigenmotivation zeigt sich für mich unter anderem daran, dass …"

      Weiter ist es sehr überzeugend, wenn Sie Beispiele dafür geben können, wie Sie andere dazu bewegt haben, engagierter, mitdenkender und konstruktiver mitzuarbeiten.

      Sicherlich fallen ihnen wichtige Projekte, gelungene Veränderungen oder delegierte Aufgaben ein, in denen Sie andere dazu bewegt haben, sich stärker als bisher einzubringen, um gemeinsam auf Lösungen oder sogar Erfolge hinzuarbeiten.

       



      Eigenverantwortlich und optimistisch zum Ziel

      • Sie wissen nun, dass Sie mit der Beschreibung Ihrer intrinsischen (inneren) Motivation für positive Aufmerksamkeit sorgen werden, weil Sie darstellen können, dass Sie Werte wie Selbstdisziplin, Verantwortung und Entscheidungsstärke schon längst verinnerlicht haben.

      • Sie können verdeutlichen, auf welche Weise das Unternehmen von Ihrer engagierten und ergebnisorientierten Arbeitsweise profitieren wird.

      • Und Sie können idealerweise auch Beispiele dafür geben, wie Sie Arbeitsprozesse, Abläufe in Projekten oder auch Meetings so verändert haben, dass Kollegen ebenfalls in der Lage und bereit dafür waren, mehr Eigenmotivation als bisher zu zeigen.

       

      Um Ihre Eigenmotivation für den manchmal doch etwas nervigen und fordernden Bewerbungsprozess zu stärken, empfehlen wir Ihnen unser digitalen Bewerbungshelfer (PDF-Downloads). Und stehen Ihnen bei Bedarf auch gerne engagiert mit unseren telefonischen Beratungsangeboten zur Verfügung.

      Christian Püttjer & Uwe Schnierda twitter: karrierecoaches 

      foto: © Brooke Lark on Unsplash.com