Handlungskompetenz 14 Beispiele ▷DARUM so gesucht!

Von Püttjer - Schnierda
  • Das ist Handlungskompetenz: 14 Beispiele

  • Bedeutung und Praxis-Definition von Handlungskompetenzen ✔

  • Das unterscheidet soziale, methodische und Handlungskompetenzen ✔

  • Mit diesen Fragen werden Handlungsstärke und Gestaltungskraft überprüft ✔

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14 BEISPIELE für Handlungskompetenzen

In vielen Unternehmen, Organisationen oder Verwaltungen gilt leider: "Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem."

Daher wird seit einigen Jahren in vielen Arbeitsfeldern immer stärker Handlungskompetenz eingefordert. Nicht nur von Führungskräften, sondern auch von Projektmanagerinnen, Projektleitern und Fachkräften.

Schließlich ist es gar nicht so leicht, vom Wort zur Handlung, von der Diskussion zur Aktion oder und vom Plan hin zur Maßnahme zu kommen.

Deshalb sind Kompetenzen, die letztlich auch zu Handlungen führen, so wichtig und gefragt.

Entdecken auch Sie Ihre Handlungskompetenzen!

Welche der folgenden Handlungs- und Gestaltungskompetenzen zeichnen Sie schon jetzt aus? Und welche wollen Sie noch weiterentwickeln?

 

Beispiele für Handlungskompetenzen

  1. Selbstständiges Arbeiten: Sie können sich selber Ziele setzen und beharrlich darauf hinarbeiten.

  2. Eigeniniative: Sie handeln, weil es Ihnen leicht fällt, Probleme zu lösen und Veränderungen zu initiieren.

  3. Selbstdisziplin: Das passive Abwarten mögen Sie gar nicht, Sie handeln aus eigenem Antrieb.

  4. Proaktives Denken und Handeln: Warum erst aktiv werden, wenn Krisen, Fehlentwicklungen oder Schwierigkeiten sich verselbstständigt haben? Sie werden lieber rechtzeitig aktiv.

  5. Gestaltungswille: Sie mögen es, zu optimieren, zu verbessern und sich dem Wettbewerb zu stellen.

  6. Hands-on-Mentalität: Eine englische Umschreibung für Handlungskompetenz.

  7. Tatkraft: Sie haben nicht nur Ideen, Sie realisieren sie auch.

  8. Veränderungsbereitschaft fördern: Sie wissen, dass viele Menschen Schwierigkeiten damit haben, sich auf neue Abläufe einzustellen. Deshalb versuchen Sie alle mitzunehmen.

  9. Konfliktfähigkeit: Stillstand ist bequem, zumindest zunächst. Sie wissen, dass Ihre Handlungsstärke auch darauf beruht, dass Sie sich schwierigen Diskussionen und Widerständen stellen.

  10. Fehlerkultur etablieren: Alle Menschen, die mehr handeln als andere, laufen auch Gefahr, mehr Fehler zu machen. Deshalb ist eine gelebte Fehlerkultur so wichtig. Und bisher in nur wenigen Unternehmen oder Verwaltungen vorhanden.

  11. Risikobereitschaft: Sie wägen Risiken und Chancen wohlüberlegt ab. Und handeln dann auf dieser Basis.

  12. Ergebnisorientierung: Erreichte Ziele sind Ihnen oft wichtiger als starre und festgefahrene Abläufe.

  13. Beharrlichkeit: Sie wissen, dass sich gute Argumenten nicht von allein durchsetzen.

  14. Konzeptionelle Kompetenz: Aktionismus ist keine Handlungskompetenz. Erst eine flexible Strategie oder ein umsetzbares Konzept ermöglichen sinnvolle Handlungen für alle Beteiligten.

 

Grundsätzlich gilt für den Bereich Handlungskompetenzen, dass diese sich oft mit sozialen, kommunikativen, methodischen oder Kernkompetenzen überschneiden (Kompetenzen: 55 Beispiele in fünf Gruppen).

 

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Eine eindeutige Zuordnung und Abrenzung ist nicht möglich - aber auch gar nicht nötig.

Schließlich geht es ja gerade darum, sich nicht in Grundsatzdiskussionen zu verlieren. Sondern vielmehr im Berufs- und im Privatleben sinnvolle Ziele zu definieren und sich für zielführende Maßnahmen zu entscheiden.

 




DEFINITION: Was ist Handlungskompetenz?

Definition: Handlungskompetenzen zielen grundsätzlich auf Ergebnisse, Resultate und Lösungen ab, beinhalten aber auch zusätzlich die Komponenten Wissen und Können. Letztlich geht es darum selbstständig und erfolgreich Aufgaben, Herausforderungen und Probleme zu lösen.

 

Praxistipp

Für Sie persönlich ist es eher unerheblich, ob beispielsweise Ihre Fähigkeit zum selbstständigen Arbeiten eine methodische Kompetenz oder eine Handlungskompetenz ist.

Die Hauptsache ist, dass Sie erkennen, dass bestimmte Maßnahmen oder Handlungen nötig sind, um eine dringende Aufgabe oder ein offensichtliches Problem zu lösen.

Immer dann sind Sie nämlich grundsätzlich handlungsorientiert.

 




Handlungskompetenzen bei der Arbeit und in BEWERBUNG

In immer mehr Arbeitsfeldern werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Handlungs- und Gestaltungsspielräume eingeräumt, die aktiv und mit passenden Handlungen genutzt werden sollen.

Daher achten Arbeitgeber bereits im Bewerbungsverfahren darauf, dass vorab definierte Handlungsfähigkeiten und weitere Stärken deutlich erkennbar sind.

Für Sie als Bewerberin oder Bewerber bedeutet dies im Umkehrschluss, dass Sie Ihre Handlungskompetenzen benennen und mit guten Beispielen belegen sollten.

 

Coachingtipp

Orientieren Sie sich an unseren PDF-Mustern für Selbstpräsentationen, Lebensläufe und Anschreiben.

Und nutzen Sie unsere E-Learnings-Vorstellungsgespräch, um Ihre Kompetenzen, Erfahrungen und Erfolge glaubwürdig zu beschreiben.

 

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In vertrieblichen Arbeitsfeldern zählen sicherlich Kundenorientierung, Verhandlungsgeschick und Abschlusssicherheit zu den gesuchten Kompetenzen.

In technischen Berufsfeldern immer auch eine strukturierte Arbeitsweise, analytisches Denken und eine ausgeprägte Lösungsorientierung.

Wer pädagogisch arbeitet, benötigt die Kernkompetenzen Einfühlungsvermögen, Konfliktstärke und Durchsetzungskraft.

Und von Führungskräften werden unternehmerisches Handeln, strategisches Denken, das aktive Gestalten von Veränderungsnotwendigkeiten und Entscheidungsfähigkeit als Schlüssel zum Erfolg eingefordert.

 

 




SO werden Handlungskompetenzen ÜBERPRÜFT

Es gehört zum "kollektiven Bewerberbewusstsein", dass bestimmte Kompetenzen ("Stärken") in allen Arbeitsfeldern unverzichtbar sind.

Daher beschreiben sich vermutlich sehr viele Bewerberinnen und Bewerber als "teamfähig", "zuverlässig", "flexibel" oder "offen für Neues".

Dennoch ist es offensichtlich, dass Kompetenzen bei Menschen nun einmal unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Und dass Unternehmen, Organisationen oder Verwaltungen unter bestimmten Kompetenzen etwas ganz anderes verstehen als Bewerber.

Gerade Führungskräfte, Projektleiterinnen und Projektmanager werden deshalb in Job-Interviews immer öfter zu Critical-Incidents befragt. Also zu beruflichen Situationen, in denen es erhöhten Problemdruck, starke Widerstände oder übermäßige Handlungsnotwendigkeiten gab.

 

 

Denn im Umgang mit Krisen zeigt sich besonders deutlich, ob die dringend erwünschten Handlungskompetenzen wirklich vorhanden sind!

 

Fragen zu Handlungskompetenzen

  1. Was war Ihr größter Misserfolg?

  2. Wie gehen Sie mit Rückschlägen um?

  3. Wie gehen Sie mit Veränderungen um?

  4. Was gefällt Ihnen in Ihrem Job am wenigsten?

  5. Was können Sie zum künftigen Unternehmenserfolg beitragen?

  6. Was unterscheidet Sie von anderen Bewerberinnen und Bewerbern?

  7. Wechselmotivation: Warum wollen Sie Ihren Arbeitgeber verlassen?

  8. Was ist Ihr Mehrwert für unser Unternehmen?

 

Rufen Sie sich zur Beantwortung kritischer und schwieriger Fragen vor Vorstellungsgesprächen in Erinnerung, welche beruflichen Rückschläge und Niederlagen Sie erwähnen möchten. Idealerweise beschreiben Sie diese so, dass klar wird, was Sie heute in ähnlichen Situationen definitiv anders und deutlich besser machen werden.

Trainieren Sie digital mit den Formulierungen und Beispielen aus unseren E-Learnings Vorstellungsgespräch.

Gerne coachen wir Sie auch persönlich oder telefonisch.

 




DIESE Kompetenzen sollten Sie noch KENNEN

    Damit Sie im Dschungel der Kompetenzen nicht den Überblick verlieren, stellen wir Ihnen hier noch hilfreiche Gruppen ("Kompetenzfelder") vor.

    Damit haben Sie es deutlich leichter, wenn Sie Ihre Eigenschaften, Fähigkeiten und Talente erkennen und beschreiben oder gezielt ausbauen wollen.

     

    Gruppen von Kompetenzen

    • Soziale Kompetenzen: Diese zentrale Gruppe von Kompetenzen kennen Sie bereits als Eigenschaften, Wesensmerkmale oder Charakterzüge.

    Beispielsweise Zuverlässigkeit, Belastbarkeit und immer häufiger auch interkulturelle Kompetenz.

     

    • Kommunikative Kompetenzen: Wie gehen Sie auf andere Menschen zu? Wie sprechen Sie diese an? Und wie überzeugen, motivieren oder begeistern Sie?

    Beispiele sind Kommunikationsstärke, Kontaktfreudigkeit, Offenheit, Motivationsfähigkeit, Begeisterungsfähigkeit und viele weitere.

     

    • Methodische Kompetenzen: Gerade in Verbindung mit Handlungskompetenzen sind methodische Kompetenzen sehr wichtig. Denn hier geht es hier um Herangehensweisen, Methoden, Praktiken, Techniken oder Strategien.

    Beispielsweise strukturierte Arbeitsweise, selbstständiges Arbeiten, Problemlösungsfähigkeit, analytisches Denken und weitere.

     

    • Persönliche Kompetenzen: Wie gehen Sie mit anderen Menschen um? Wie bauen Sie Kontakt auf? Wie kritisieren Sie?  Und wie gehen Sie mit eigenen Stimmungen, Befindlichkeiten und Antriebsmomenten um?

    Persönliche Kompetenzen lassen sich unterteilen in intra- und interpersonale. Es gibt nämlich Fähigkeiten im Umgang mit sich selbst ("intrapersonal"). Und im Umgang mit anderen ("interpersonal").

     

    • Intrapersonale Kompetenzen: Hier geht die Perspektive ins Innere des Menschen. Es geht um die eigene Identität. Beispielsweise darum, sich selber besser zu verstehen, zu organisieren und zu steuern.

    Oft genannt werden hier Selbstbewusstsein, emotionale Intelligenz, Neugier, Offenheit und emotionale Stabilität.

     

    • Interpersonale Kompetenzen: Als Ergänzung zu intra- werden dann auch interpersonale Kompetenzen definiert, bei denen es um die Beziehung zwischen Menschen geht ("zwischenmenschlich").

    Hier tauchen die die oben bereits erwähnten sozialen Eigenschaften wieder auf.

     

    • Führungskompetenzen: Diese Gruppe von Kompetenzen umfasst kommunikative, soziale und handlungsorientierte Kompetenzen von Führungskräften, Projektleitern und Projektmanagerinen in Unternehmen, Organisationen und Verwaltungen.

    Unverzichtbare Kompetenzen von Führungskräften sind Überzeugungskraft, strategisches Denken, Entscheidungsstärke und Gestaltungswille.

     

    • Fachliche Kompetenz: Eigentlich ist Fachwissen ja gerade keine Kompetenz, hier ist nur der Baustein "Wissen" enthalten. "Können" und "Wollen" fehlen hier. Dennoch ist oft von Fachkompetenz die Rede.

    Beispielsweise von Wissen aus der Ausbildung, dem Studium oder dem Berufsfeld, Wissen über IT-Programme oder Fremdsprachenkenntnissen.

     

    1. Soziale Kompetenzen

    2. Methodische Kompetenzen

    3. Kommunikative Kompetenzen

    4. Handlungskompetenzen (dieser Artikel)

    5. Führungskompetenzen

     

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