Vorstellungsgespräch üben ▷9 Übungen, Tricks + Tipps

Von Püttjer - Schnierda
  • Einfach unbedarft und ohne Übung ins Vorstellungsgespräch gehen?

  • Selbstpräsentation nicht vorbereitet?

  • Keine Beispiele für die eigenen Stärken überlegt?

  • Und nicht in der Lage, die drei oder fünf wichtigsten Aufgaben aus der Stellenanzeige zu nennen?

Lieber nicht! Profitieren Sie jetzt von unserem Insiderwissen in Sachen "Vorstellungsgespräch üben".

Schließlich haben wir schon Tausende von Bewerberinnen und Bewerbern erfolgreich auf Vorstellungsgespräche vorbereitet, trainiert und gecoacht!

 

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So Vorstellungsgespräch üben: DIESE 9 Übungen helfen!

Sie möchten im Vorstellungsgespräch nicht nur einen guten, sondern den besten Eindruck hinterlassen?

Dann üben Sie jetzt mit uns, wie Sie Recruiter, Personalmitarbeiter und künftige Vorgesetzte im telefonischen oder persönlichen Bewerbungsgespräch überzeugen.

 

Übung 1: Stellenanzeige verstehen

Idealerweise fangen Sie nicht gleich damit an, sich Antworten auf zentrale Fragen wie "Warum haben Sie sich bei uns beworben?" oder "Was kannst du besser als andere Bewerberinnen oder Bewerber um diese Stelle?" zu beschäftigen.

Rufen Sie sich zunächt in Erinnerung, was in der neuen Stelle überhaupt von Ihnen verlangt wird. Und schreiben Sie die fachlichen, sozialen und methodischen Anforderungen aus der Stellenanzeige heraus.

  • Welche Fachkenntnisse werden verlangt?

  • Welche sozial-kommunikativen Stärken werden gewünscht?

  • Welche methodischen Stärken (Herangehensweisen, Problemlösungstechniken, Denkweisen, Arbeitsweisen) werden gefordert?

Schreiben Sie stichwortartig heraus, was in der Stellenanzeige unter dem Punkt "Was wir von Ihnen erwarten", auch benannt als "Das bringst du mit!" oder "Bewerbervoraussetzungen", aufgeführt ist.

 

Übung Stellenanzeige verstehen

Bitte schreiben Sie aus einer für Sie interessanten Stellenausschreibung jeweils mindestens zwei Fachkenntnisse, zwei sozial-kommunikative Stsärken und zwei methodische Stärken heraus.

 

Übung 2: Eigene Stärken benennen

Jetzt geht es darum festzustellen, ob die Stärken in der Stellenanzeige und Ihre persönlichen Stärken übereinstimmen.

Hier eine Auswahl: Verfügen Sie über einige dieser Stärken?

  1. Eigenmotivation

  2. Eigeninitiative

  3. Belastbarkeit

  4. Zuverlässigkeit

  5. Verantwortungsbewusstsein

  6. Offenheit

  7. Einfühlungsvermögen

  8. Teamfähigkeit

  9. Kooperationsfähigkeit

  10. Kontaktfreudigkeit

  11. Lösungsorientierung

 

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Übung 3: Beispiele für Stärken überlegen

Schlagworte helfen in Vorstellungsgesprächen nicht weiter

Aussagen wie "Ich bin teamfähig, belastbar und zuverlässig." reichen Personalmitarbeitern daher nicht. Sie brauchen Beispiele für Ihre Stärken und sozialen und methodischen Kompetenzen. Hilfreich dazu: Welche Kompetenzen gibt es? 55 Beispiele in fünf Gruppen.

Denken Sie dabei an Ihren letzten oder vorletzten Job, Erfahrungen aus der Ausbildung oder aus Praktika.

 

Übung Beispiele für Stärken geben

Wählen Sie drei für Sie passende Stärken aus. Und geben Sie dafür glaubwürdige Beispiele.

"Ich sehe mich als belastbar an. Beispielsweise habe ich neben dem Studium/der Schule noch gejobbt und dennoch ganz passable Noten erreicht."

"Eine meiner Stärken ist sicherlich meine Lösungsorientierung. Bei Problemen gebe ich nicht so schnell auf, sondern überlege mir eigene Lösungen, recherchiere im Internet oder frage jemanden mit speziellem Wissen."

 




Übung: Kennen Sie DIESE Fragen aus Vorstellungsgesprächen?

Jetzt geht es um typische Fragen aus Vorstellungsgesprächen. Üben Sie, eigene Antworten zu formulieren.

Denken Sie dabei an die Beispiele für Ihre Stärken, aber auch an die Aufgaben, die Sie künftig erledigen sollen.

 

Übung 4: Typische Fragen kennen

  1. Was wissen Sie über unser Unternehmen?

  2. Was ist Ihnen bei der Arbeit wichtig?

  3. Welche beruflichen Ziele haben Sie?

  4. Wo sehen Sie Ihre Stärken?

  5. Und wo Ihre Schwächen?

  6. Was motiviert Sie?

  7. Was erwarten Sie von Ihrem neuen Vorgesetzten?

  8. Auf welche beruflichen Erfolge sind Sie besonders stolz?

 

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Wenn Ihnen Ihre Antworten schwer fallen oder Sie sich gute Formulierungen wünschen, empfehlen wir Ihnen unsere E-Learnings Vorstellungsgespräch, die sich auf ganz spezielle Berufsfelder beziehen.

 

Übung 5: Selbstpräsentation vorbereiten

Ein Vorstellungsgespräch ist keine Frage-Antwort-Veranstaltung, also kein Verhör.

Im Idealfall kommt ein Dialog zustande, denn beide Seiten wollen sich ja im Gespräch erst einmal näher kennenlernen.

Damit das Gespräch Substanz bekommt, wünschen sich eigentlich alle Firmen eine Kurzvorstellung des eigenen Werdeganges der Bewerberin oder des Bewerbers. Gerade dabei sollten auch Ihre Stärken und die Motivation Ihrer Bewerbung bei gerade diesem Unternehmen deutlich werden.

 

Übung kurze Selbstpräsentation

Beantworten Sie diese zentralen Fragen mit einer ausführlichen Darstellung Ihres Werdeganges, Ihrer persönlichen Stärken und Ihrer beruflichen Wünsche.

  1. Warum wollen Sie unbedingt bei uns arbeiten?

  2. Warum haben Sie sich für gerade diesen Beruf entschieden?

  3. Erzählen Sie etwas über sich!

  4. Warum sollten wir Sie gerade Sie einstellen?

  5. Warum haben Sie sich bei uns beworben?

 

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Übung: Vorbereitet auf KRITISCHE Nachfragen

Wenn Sie ein Studium oder eine Ausbildung abgebrochen haben, wenn Ihnen in der Probezeit gekündigt wurde oder wenn Sie von einer Branche in eine völlig andere gewechselt haben, werden Recruiter nach den Gründen dafür fragen.

 

Übung 6: Kritische Fragen kennen

Sie kennen Ihren Lebenslauf besser als wir. Gibt es kritische Punkte, zu denen vermutlich nachgefragt wird?

  1. Waren Sie schon einmal arbeitslos?

  2. Gibt es längere Auszeiten, die vermutlich erklärt werden müssen?

  3. Warum haben Sie damals das Studium abgebrochen?

  4. Weshalb haben Sie seinerzeit die Ausbildung nach so kurzer Zeit abgebrochen?

  5. Warum sind Sie umgezogen, Sie hatten doch einen tollen Job?

  6. Haben Sie damals gekündigt oder wurde Ihnen gekündigt?

  7. Warum sind Ihre Noten im Fach ... so schwach?

  8. Hat Ihr Studium nicht ganz schön lange gedauert?

  9. Was war Ihr größter Misserfolg?

  10. Wie gehen Sie mit Rückschlägen um?

  11. Wie gehen Sie mit Veränderungen um?

 

Hier überzeugen Sie mit glaubwürdigen Antworten. Aus unseren Bewerbungscoachings wissen wir, dass es immer gute Gründe für ungeplante Auszeiten oder die Veränderung beruflicher Interessen gibt.

Sprechen Sie aus, was Sie gestört hat. Und wie Sie sich eine neue berufliche Perspektive aufgebaut haben.

Wichtig bei der Darstellung von Problemen, Schwierigkeiten und Krisen ist, dass Sie verdeutlichen, wie Sie für sich eine persönliche Lösung gefunden haben. Und immer wieder den Blick nach vorne gerichtet haben!

 




Übung: Was BEGEISTERT Sie beruflich?

Besonders überzeugend sind Bewerberinnen und Bewerber, die ein hohes Interesse an bestimmten Themen haben oder bestimmte Aufgaben mit höchster Ausdauer und Begeisterung lösen.

Hier haben es zurückhaltende Naturen leider etwas schwerer. Trainieren Sie deshalb jetzt mit uns, Ihre Begeisterung zu verdeutlichen.
 

Übung 7: Begeisterung vermitteln

Lassen Sie einige Formulierungen der folgenden Art in Ihre Antworten einfließen.

 

Übung Eigenmotivation + Begeisterung

Beantworten Sie die Frage "Warum wollen Sie diesen Job", indem Sie einige der folgenden Formulierungen in Ihre Antwort integrieren.

  • "Mich hat es schon immer begeistert, wenn ich ... lösen konnte."

  • "Ich habe mehrere Praktika gemacht, um herauszufinden, welche Arbeit und welche Aufgaben mir wirklich liegen. Daher weiß ich mittlerweile, dass ich richtig gut darin bin ..."

  • "Für ... habe ich mich schon immer interessiert, deshalb habe ich auch im Studium die Schwerpunkte ... und ... gewählt."

  • "Ihr Unternehmen gilt als sehr innovativ und diesen Ansporn habe ich auch persönlich. Ich möchte auch immer besser werden und bei Ihnen neue Abläufe, Herangehensweisen und Methoden kennenlernen und anwenden."

 

  1. Telefoninterview

  2. Video-Interview

  3. Selbstpräsentation

  4. 10 häufigste Fragen im Vorstellungsgespräch

  5. kompetenzbasiertes Interview

 

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Für FORTGESCHRITTENE: Körpersprache einsetzen

Sehr unsichere Bewerber treten auch körpersprachlich unvorteilhaft in Erscheinung.

Hier gibt es Dutzende von Übungen, die wir Ihnen vorstellen könnten. Aber wir möchten Sie nicht völlig überfordern. Probieren Sie doch einmal diese zwei Übungen aus, um selbstbewusster im Vorstellungsgespräch aufzutreten.

 

Übung 8: Körpersprache beachten

1. Blickkontakt zu allen Anwesenden halten: Setzen Sie sich an einen Tisch mit zwei tatsächlichen Anwesenden oder zwei imaginären Zuhörern. Beantworten Sie zwei oder drei der oben aufgeführten Fragen und schauen Sie dabei abwechselnd beide "Zuhörer" an. Halten Sie also ganz bewusst Blickkontakt beim Sprechen!

2. Aufrechte Sitzhaltung: Wenn Sie unter Stress dazu neigen, im Stuhl ein wenig zusammenzusacken oder ständig die Füße um die Stuhlbeine herumzuwickeln, sollten Sie daran arbeiten, diese körpersprachlich sichtbare Anspannung abzustellen. Üben Sie, immer wieder ganz bewusst in eine aufrechte Sitzhaltung zurückkehren, lösen Sie Ihre Beine von den Stuhlbeinen und stellen Sie sie fest auf den Boden. So wirken Sie selbstbewusster!

 

 

 




ECHTES Interesse zeigen: Ihre eigenen Fragen an die Firma

"Welche Fragen haben Sie noch an uns?"

Bewerberinnen und Bewerber, die eigene Fragen stellen, signalisieren damit, dass Sie ein echtes Interesse an den neuen Aufgaben, den neuen Kollegen, den neuen Abläufen und dem neuen Unternehmen haben.

Aber auch wenn Sie bereits das Gefühl haben, dass eigentlich schon alles gesagt worden ist, sollten Sie dennoch ein oder zwei eigene Fragen stellen. Dies wird einfach erwartet.

 

Übung 9: Eigene Fragen stellen

Welche Fragen wollen Sie stellen?

 

Haben Sie noch Fragen an uns?

1. "Wie sieht die übliche Einarbeitung aus?"

2. "Wie groß ist das Team beziehungsweise die Abteilung, in der ich arbeiten werde?

3. "Kann ich meinen Arbeitsplatz einmal persönlich sehen?"

4. "Wurde die ausgeschriebene Stelle neu geschaffen?"

5. "Mit welchen Kolleginnen und Kollegen werde ich besonders eng zusammenarbeiten?"

6. "Kann ich als Mitarbeiter Weiterbildungsmöglichkeiten nutzen?"

7. "Wie wird die Arbeitszeit erfasst?

8. "Ist Gleitzeit vorgesehen?"

9. "Kann teilweise auch im Home-Office gearbeitet werden?

Hier finden Sie zahlreiche weitere Beispiele für eigene Fragen.

 

Ihr Bewerbungscoaching "Vorstellungsgespräch üben" ist nun vorbei.

Machen Sie gerne mehrere Übungsdurchläufe. Und nutzen Sie unsere E-Learnings Vorstellungsgespräch für ganz unterschiedliche Berufsfelder. Hunderte von Anworten und Formulierungen bereiten Sie ideal auf Job-Interviews vor.

Für Ihre Bewerbungsgespräche wünschen wir Ihnen viel Erfolg!

Gerne beraten wir Sie auch telefonisch oder bereiten Sie persönlich auf Gespräche mit interessanten Arbeitgebern vor.