Was ist Ihr Beitrag zum Erfolg des Unternehmens?

Von Püttjer - Schnierda

Tatsächlich wird in Vorstellungsgesprächen häufiger gefragt: "Was ist Ihr Beitrag zum Unternehmenserfolg?"

Aus unseren Bewerbungscoachings wissen wir, dass diese Frage zwar grundsätzlich eher Führungskräften gestellt wird, aber auch Projektmanagerinnen, Projektleiter oder qualifizierte Fachkräfte werden mit Fragen der folgenden Art konfrontiert.

  • Was können Sie an Ihrem Arbeitsplatz für uns leisten?

  • Was werden Sie zum Erfolg dieses Unternehmens beitragen?

  • Wie können wir von Ihrer Mitarbeit profitieren?

 

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Mein Beitrag zum Unternehmenserfolg

Von der inhaltlichen Seite her ist die Beantwortung dieser Frage weniger problematisch als andere Fragen.

Schließlich verfügen Sie über berufliche Erfahrung, über Fachkenntnisse, über Arbeitsmethoden, können Aufgaben bearbeiten, zentrale Tätigkeiten ausführen und als Führungskraft auch Abteilungen, Projekte und Teams steuern.

Reflektieren Sie also vor Vorstellungsgesprächen Ihren möglichen Beitrag zum Unternehmenserfolg.

  1. Kann ich an technischen Entwicklungen mitarbeiten?

  2. Verfüge ich über Erfahrung in der effizienten Projektmitarbeit?

  3. Sind meine Kenntnisse in der Planung und Leitung von Projekten nützlich?

  4. Wird das Unternehmen von meinem unternehmerischen Denken profitieren?

  5. Kann ich den Kundenstamm sichern und weiter ausbauen?

  6. Verfüge ich über spezielle Erfahrungen für die digitale Transformation der Firma?

  7. Welche Aufgaben habe ich selbstständig bearbeitet?

  8. Wann habe ich Kollegen in deren Urlaub oder bei Krankheit vertreten?

  9. Ist meine Erfahrung in agilen Methoden gefragt?

  10. Sind meine Erfolge bei der Einführung einer Fehlerkultur interessant?

Recherchieren Sie daher vor Telefonaten mit Recruitern und persönlichen Gesprächen mit künftigen Vorgesetzten, was Sie alles in der neuen Stelle fürs Unternehmen leisten können.

 

  1. Telefoninterview

  2. Video-Interview

  3. Selbstpräsentation

  4. 10 häufigste Fragen im Vorstellungsgespräch

  5. strukturiertes Job-Interview

  6. kompetenzbasiertes Interview

  7. eigene Fragen an neue Arbeitgeber

 

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Beispielantworten: Erfolge, Leistungen, Resultate

In unseren Bewerbungsberatungen führen wir oft eine strukturierte Bestandsaufnahme der Erfahrungen, Kenntnisse, Stärken, Resultate und Erfolge durch.

Dabei fokussieren wir meist auf eine kurze, aber präzise Analyse der letzten zwei beruflichen Stationen.

Wenn Sie ähnlich vorgehen,  werden auch Sie feststellen, dass Sie vermutlich mehr zu bieten haben, als Sie in einem ein- oder anderthalbstündigen Vorstellungsgespräch überhaupt unterbringen können.

Es gilt also, sich zu beschränken und idealerweise die Aspekte zu thematisieren, die schon in der Stellenausschreibung angesprochen werden.

 

  • "So wie ich die Stellenausschreibung verstanden haben, legen Sie besonders viel Wert auf ... "

  • "Wesentliche Erfolgsfaktoren sind aus meiner Sicht ..."

  • "Ich habe Ihre Unternehmenshomepage natürlich gründlich gelesen und herausgefunden, dass Sie viel Wert auf ... legen."

  • "Insbesondere meine Erfahrungen in ..., ... und ... sind meiner Überzeugung nach ein wesentlicher Beitrag zum Unternehmenserfolg."

 




Ihre Stärken, Ihre Erfolge

Wenn es um Erfolge geht, kommen immer auch Ihre Stärken ins Spiel.

Nicht umsonst sind in Stellenausschreibungen immer Zwischenüberschriften wie "Das erwarten wir von Ihnen" oder "Das bringen Sie mit" oder "Voraussetzungen an Bewerber/-innen" enthalten.

Gleichen Sie die dort aufgeführten persönlichen Eigenschaften, Business-Skills und Kompetenzen mit Ihren Stärken ab.

Und beschreiben Sie berufliche Situationen, in denen Sie erfolgreich gearbeitet haben, weil Sie Ihre Stärken kennen, ausgebaut haben und gezielt einsetzen.

 

  1. Kommunikationsstärke

  2. Begeisterungsfähigkeit

  3. Durchsetzungsstärke

  4. Innovationskultur

  5. Prozessmanagement

  6. effizientes Delegieren

  7. analytisches Denken

  8. komplexes Denken

  9. strategisches Denken

  10. unternehmerisches Denken

  11. zügiges Entscheiden

  12. Risikobereitschaft

  13. Gestaltungswille

  14. Veränderungsbereitschaft

  15. Hands-on-Mentalität

 

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Was ist Unternehmenserfolg überhaupt?

Abschließend noch der Hinweis darauf, dass Sie sich von dem Wort "Erfolg" bitte nicht abschrecken lassen sollten.

Nicht nur erreichte Ziele, Ergebnisse, Resultate und messbare Erfolge spielen eine Rolle für den gesamten Unternehmenserfolg.

Sie können auch auf Rückschläge, Probleme und Fehler verweisen. Vorausgesetzt, Sie haben diese schwierigen Situationen erfolgreich gemeistert.

Aus diesem Grund wird in vielen Vorstellungsgesprächen mit Top-Managerinnen und Top-Managern, Führungskräften und Projektverantwortlichen häufig nach Critical-Incidents gefragt.

Geben auch Sie sich authentisch und bereiten Sie einige misslungene Beispiele vor, aus denen Sie aber letztlich viel gelernt haben.

Und von denen deshalb auch das neue Unternehmen profitieren wird.

Viele Formulierungen und zahlreiche Beispiele bekommen Sie in unseren E-Learnings Vorstellungsgespräch, die sich auf spezielle Berufsfelder und Hierarchiestufen beziehen.

 




Wichtig: Andere zentrale Fragen

Aus unseren telefonischen und persönlichen Bewerbungscoachings wissen wir, dass sich eine gezielte Vorbereitung auf Job-Interviews immer lohnt.

Sie klären damit Ihre eigenen Erwartungen, definieren Informationsgrenzen für sich selbst und rufen sich Ihre Kenntnisse, Erfahrungen, Stärken und eben auch Erfolge ins Gedächtnis.

Rechnen Sie mit weiteren zentralen Fragen, die Sie ebenso überzeugend beantworten sollten.

 

  1. Warum haben Sie sich bei uns beworben?

  2. Erzählen Sie etwas über sich!

  3. Warum wollen Sie unbedingt bei uns arbeiten?

  4. Warum haben Sie sich für gerade diesen Beruf entschieden?

  5. Warum sollten wir Sie gerade Sie einstellen?

  6. Wo sehen Sie Ihre Stärken?

  7. Und wo Ihre Schwächen?

  8. Was war Ihr größter Misserfolg?

  9. Was unterscheidet Sie von anderen Bewerberinnen und Bewerbern?

  10. Wie hoch ist Ihr aktuelles Gehalt? Lügen erlaubt?

  11. Warum wollen Sie im Vertrieb arbeiten?

  12. Warum wollen Sie in der Logistik arbeiten?

  13. Warum wollen Sie Führungskraft werden?

  14. Welche Stärken und Kompetenzen zeichnen Sie als Führungskraft aus?

 

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Machen Sie mit Ihren Antworten klar, dass Sie grundsätzlich erfolgreich arbeiten und sich auch von Rückschlägen nicht entmutigen lassen.

Sorgen Sie grundsätzlich mit passenden Beispielen für einen glaubwürdigen Auftritt im Job-Interview.

Dabei unterstützen Sie unsere E-Learnings Vorstellungsgespräch passgenau. Lassen Sie sich von den enthaltenen Beispielantworten inspirieren.

Besonders ans Herz legen wir Ihnen, sich vor Gesprächen mit Recruitern noch einmal die fachlichen und persönlichen Anforderungen aus der Stellenausschreibung anzusehen.

Schließlich vergehen zwischen dem Versand einer E-Mail-Bewerbung und ersten Gesprächen üblicherweise einige Wochen. Es lohnt sich daher immer, die Wünsche des neuen Arbeitgebers noch einmal zu lesen und sich passende Beispiele für aussagekräftige Antworten zu überlegen.

 

 

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