Warum sollten wir Sie einstellen? gute Antwort

Das "Fortsetzungs"-Argument ✓ die richtige Auswahl ✓ Neue Stelle und eigene Stärken ✓ Beispiele und Antworten ✓ die richtige Auswahl ✓

 

Viele Bewerber sind schon mit der Frage „Warum sollten wir gerade Sie einstellen?“ konfrontiert worden – und wussten nicht auf Anhieb, was sie darauf antworten sollten.

„Weil ich der Beste für den Job bin!“

„Weil ich besser als die anderen bin!“

„Weil Sie mich ja schon zum Vorstellungsgespräch (PDF mit 100 Fragen) eingeladen haben, dann kann ich ja nicht so schlecht sein!“

„Das müssen Sie schon selber wissen! Oder bin ich hier die Personalerin?“

 



Falsche Antworten auf die „Warum Sie?“-Frage

Antworten dieser Art sind natürlich völlig ungeeignet, um Mitarbeiter aus den Personalabteilungen, künftige Fachvorgesetzte oder womöglich Geschäftsführer, CEOs und andere Entscheider auf der höchsten Managementebene zu überzeugen.

Aber wie geht es besser?

Grundsätzlich werden Sie dann mit Ihrer Antwort überzeugen, wenn Sie von der neuen Stelle her argumentieren und mehrere Belege dafür nennen, warum Sie die oder der Richtige sind.

 



Richtige Antworten benötigen gründliche Vorarbeit

Nehmen Sie deshalb vor einem Vorstellungsgespräch immer die Stellenausschreibung zur Hand, die Sie ja üblicherweise in einer Jobbörse oder auf der Firmenhomepage gefunden haben.

Unterstreichen Sie,

-> welche Fachkenntnisse eingefordert werden,

-> welche persönlichen Stärken („Soft-Skills“) ausdrücklich verlangt werden,

-> welche beruflichen Erfahrungen unverzichtbar sind und

-> wie sich der neue Arbeitgeber in der Unternehmensbeschreibung, üblicherweise gleich zu Beginn der Stellenanzeige, selbst darstellt.

 



Ein Brainstorming Ihrer Kenntnisse, Erfahrungen und Stärken

Im ersten Schritt sollten Sie sich nicht begrenzen und wirklich alle Anforderungen in der Anzeige unterstreichen und dann auf einem extra Blatt übersichtlich aufschreiben.

Treffen Sie dann in einem zweiten Schritt eine Auswahl der Ihrer Meinung nach wichtigsten Wünsche und Anforderungen. Um hierbei mehr Sicherheit für die richtige Entscheidung darüber zu haben, was unverzichtbar und was weniger wichtig ist, sollten Sie zusätzlich noch einmal auf der Unternehmenshomepage recherchieren.

 



Wie erfüllen Sie die Wünsche des neuen Arbeitgebers?

Wenn Sie nun die wichtigsten Vorgaben, die neue Bewerberinnen und Bewerber erfüllen müssen, herausgefiltert haben, gleichen Sie diese mit Ihrem Lebenslauf ab.

Bilden Sie beispielsweise zwei Spalten auf einem Blatt Papier. In die linke Spalte schreiben Sie die Anforderungen hinein und in die rechte, wie Sie sie momentan oder in früheren Stellen erfüllt haben.

Überlegen Sie sich, in welcher Form Sie mit den Anforderungen in Berührung gekommen sind.

-> Welche Aufgaben haben Sie schon regelmäßig im Tagesgeschäft erfüllt?

-> Welche Tätigkeiten haben Sie sowohl in Ihrer momentanen als auch in davorliegenden Stellen ausgeübt?

-> Welche der geforderten Kenntnisse haben Sie in den letzten Jahren aufgefrischt?

-> Über welche spezielle Branchenerfahrung verfügen Sie?

Nun haben Sie ausreichend Material zur Hand, um eine echte Empfehlung in eigener Sache aussprechen zu können.

 

Erfolgstipp: Ganz wichtig, denken Sie auch an besondere Erfolge, die Sie beruflich erzielen konnten und die für die neue Stelle passend sind.

Beispielsweise die Schulung von Kollegen, die Verbesserung von Abläufen, die Senkung von Kosten, die Steigerung der Qualität, die Reduzierung von Reklamationen.

Konkrete Beispiele für 100 Erfolge in speziellen Arbeitsfeldern finden Sie hier: Arbeitszeugnis Fachkraft und ebenso hier: Arbeitszeugnis Führungskraft.

 



Fehler: Nur ein allgemeines Einstellungsargument

Sie werden nun auch nicht auf den häufig zu beobachtenden Fehler verfallen, dass Sie nur ein Argument nennen.

Beispielsweise „Ich bin die richtige Mitarbeiterin für Sie, weil ich mich sehr gut mit den Anforderungen des Online-Marketings auskenne."

Oder „Sie sollten mich einstellen, weil ich ein echter Teamplayer bin.“

 



4 Gründe, warum man mich einstellen sollte

Präsentieren Sie stattdessen mehrere Einstellungsargumente in strukturierter Form. Hierbei sollte Ihre Wortwahl zu Ihrem „Naturell“ also Ihrer Persönlichkeit passen.

Wenn Sie etwas zurückhaltender auftreten möchten, formulieren Sie mit Sätzen dieser Art:

-> „Aus meiner Sicht spricht für mich, dass ich auch jetzt schon an meinem Arbeitsplatz … und … erledige, was ja auch für die ausgeschriebene Stelle wichtig ist. …

Weiter wird für Sie interessant sein, dass ich über Erfahrungen in … und … verfüge. Aber auch die in der Anzeige genannten Kenntnisse in … und … bringe ich mit, hier halte ich mein Wissen stets auf dem neuesten Stand, was ja dank des Internets sehr leicht ist.

Insgesamt sprechen also viele Argumente dafür, mich für diese Stelle einzustellen.“

 

Selbstbewusst auftretende Bewerber können auch so argumentieren:

-> „Ich habe mich im Vorfeld des Gesprächs natürlich selber auch gefragt, was mich an der Stelle so reizt, dass ich mich bewerben und vorstellen sollte. Deshalb habe ich die Stellenanzeige mehrmals durchgelesen und mich auch auf Ihrer Homepage intensiv mit Ihren Produkten/Dienstleistungen und Ihrem Selbstverständnis als Firma auseinandergesetzt.

Dabei habe ich festgestellt, dass ich sehr viele Übereinstimmungen sehe, beispielsweise … und … Ich kenne mich auch sehr gut aus mit …, … und … Aber auch die in der Stellenanzeige ausdrücklich eingeforderten Kenntnisse in … und … bringe ich mit.

Insgesamt bin ich mir sicher, dass ich sehr gut zu der Stelle und Ihrem Unternehmen passe. Und deshalb sollten Sie mich einstellen.“

 

Zahlreiche konkrete Formulierungen und Beispiele für die Beantwortung der wichtigen „Warum sollten wir gerade Sie einstellen?“-Frage finden Sie in unseren E-Learnings Vorstellungsgespräch.

Sie erfahren dort ebenfalls, wie Sie Ihre Schwächen darstellen, Ihre Stärken hervorheben, zahlreiche weitere Einstellungsargumente plausibel formulieren und Ihren Wechselwunsch glaubwürdig begründen.

 

Christian Püttjer & Uwe Schnierda twitter: karrierecoaches 

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