Handlungskompetenz 23 Beispiele ▷DARUM so gesucht!

Von Püttjer - Schnierda

Was ist Handlungskompetenz? Die Fähigkeit, eigeninitiativ Wissen und Erfahrungen zur Lösung von Aufgaben und Problemen einzusetzen. Handlungskompetente Menschen verfolgen beharrlich selbstgesteckte Ziele. Hindernisse und Probleme sehen sie als Chancen und Herausforderungen.

Welche 4 Säulen hat Handlungskompetenz? Um zu handeln, braucht es 1. Persönlichkeitskompetenz, 2. Sozialkompetenz, 3. Fachkompetenz, 4. Methodenkompetenz. Damit ist gemeint, das handlungskompetente Personen 1. eigenmotiviert handeln, 2. andere von passenden Handlungen überzeugen, 3. über passendes Handlungswissen verfügen und 4. geeignete Handlungsmethoden einsetzen.

Eine englische Umschreibung für Handlungskompetenz ist Hands-on-Mentalität.

 

handlungskompetenz

 




14 BEISPIELE für Handlungskompetenz

❓ Wie formuliere ich meine Handlungskompetenz beispielhaft? Beschreiben Sie, welche Probleme Sie in Ihrem Arbeitsfeld lösen. Setzen Sie dabei die STAR-Methode ein (Situation, Task, Action, Result). Schildern Sie eine berufliche Situation, die Ihre Handlungsstärke verdeutlicht. 

Beispiel Handlungsstärke: Als Teamlead habe ich zusammen mit dem Einkaufsteam neue Lieferanten ausgewählt, damit Termine und Qualitätsvorgaben besser eingehalten werden. Wir haben gemeinsam neue Kriterien definiert, Verträge ausarbeiten lassen und so letztlich für mehr Zuverlässigkeit und Termintreue bei den Lieferanten gesorgt.

In vielen Arbeitsfeldern wird Handlungskompetenz eingefordert. Nicht nur von Führungskräften, sondern auch von Projektmanagerinnen, Projektleitern und Fachkräften.

Schließlich ist es gar nicht so leicht, vom Wort zur Handlung, von der Diskussion zur Aktion oder und vom Plan hin zur Maßnahme zu kommen.

Daher sind Kompetenzen, die letztlich auch zu Handlungen, Resultaten und Erfolgen führen, so wichtig.

Entdecken auch Sie Ihre Handlungskompetenz mit unseren Beispielen.

 

Handlungskompetenz: Beispiele

  1. Meine Handlungskompetenz zeigt sich daran, dass ich mir immer wieder neue Ziele setzen und diese beharrlich realisiere.

  2. Ich handele, weil es mir leicht fällt, Probleme zu lösen und Veränderungen zu initiieren.

  3. Passives Abwarten mag ich gar nicht, ich sehe Handlungsnotwendigkeiten schneller als andere und werde dann aktiv.

  4. Ich mag es, zu optimieren, zu verbessern und sich dem Wettbewerb zu stellen.

  5. Es besteht oft die Gefahr, dass sich Krisen, Fehlentwicklungen oder Schwierigkeiten verselbstständigen. Deshalb handele ich lieber rechtzeitig.

  6. Ich oft innovative Ideen, die ich im Team realisiere.

  7. Teil meiner Handlungskompetenz ist die Fähigkeit, Teamkolleginnen und -kollegen von neuen Abläufen zu überzeugen. Nicht alle erfassen Veränderungsnotwendigkeiten gleichermaßen schnell. Dann ist gute Überzeugungsarbeit wichtig.

  8. Ich weiß, dass meine Handlungsstärke auch darauf beruht, dass ich mich schwierigen Diskussionen und Widerständen stelle.

  9. Als Mensch, der mehr handelt als andere, laufe ich auch manchmal Gefahr, mehr Fehler zu machen. Deshalb ist mir eine gelebte Fehlerkultur sehr wichtig.

  10. Ich wäge Risiken und Chancen wohlüberlegt ab. Und handele dann auf dieser Basis.

  11. Erreichte Ziele sind mir oft wichtiger als starre und festgefahrene Abläufe.

  12. Ich handle mit guten Argumenten, die sich letztlich ja nicht von allein durchsetzen.

  13. Aktionismus ist für mich keine Handlungskompetenz. Deshalb plane ich Handlungen mit umsetzbaren Konzepten.

 

Grundsätzlich gilt für den Bereich Handlungskompetenzen, dass diese sich oft mit sozialen, persönlichen, kommunikativen, methodischen oder Kernkompetenzen überschneiden (Kompetenzen: 55 Beispiele in fünf Gruppen).

 

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Eine eindeutige Zuordnung und Abrenzung ist nicht möglich - aber auch gar nicht nötig.

Schließlich geht es ja gerade darum, sich nicht in Grundsatzdiskussionen über präzise Begrifflichkeiten zu verlieren. Sondern vielmehr im Berufs- und im Privatleben sinnvolle Ziele zu definieren und sich für zielführende Maßnahmen zu entscheiden.

 




DEFINITION: Was ist Handlungskompetenz?

Definition: Handlungskompetenzen zielen grundsätzlich auf Ergebnisse, Resultate und Lösungen ab, beinhalten aber auch zusätzlich die Komponenten Wissen und Können. Letztlich geht es darum selbstständig und erfolgreich Aufgaben, Herausforderungen und Probleme zu lösen.

 

Praxistipp: Handlungsstärke

Für Sie persönlich ist es eher unerheblich, ob beispielsweise Ihre Fähigkeit zum selbstständigen Arbeiten eine methodische Kompetenz oder eine Handlungskompetenz ist.

Die Hauptsache ist, dass Sie erkennen, dass bestimmte Maßnahmen oder Handlungen nötig sind, um eine dringende Aufgabe oder ein offensichtliches Problem zu lösen.

Immer dann sind Sie nämlich grundsätzlich handlungsorientiert.

 




Handlungskompetenzen formulieren: BEWERBUNG

Wie Handlungskompetenz in Bewerbung formulieren? Im Anschreiben wird Handlungsstärke konkret formuliert. Beispiel: Meine Handlungsstärke hilft mir dabei, neue Herausforderungen gut zu bewältigen. Beispielsweise habe ich mir KI-Methoden angeeignet, um wiederkehrende Kundenanfragen effizienter zu beantworten.

 

Handlungskompetenzen: Formulieren in Bewerbung

  1. Meine Handlungsstärke hilft mir, Projekte detailliert zu planen und beharrlich zu verfolgen.

  2. Auch bereits jetzt organisiere und realisiere ich eigenständig Sonderaktionen für Kunden.

  3. Meine täglichen und wöchentlichen Arbeitsaufgaben plane und bearbeite ich selbstständig.

  4. Zu meiner handlungsorientierten Arbeitsweise gehört die präzise Analyse und Lösung von Problemen.

  5. Mit meiner freundlichen Art erziele ich im Team schneller Einsicht in notwendige Veränderungen.

  6. Ich kann mit Rückschlägen konstruktiv umgehen, weil sich doch immer auch ein Lernerfolg einstellt.

  7. Zu meiner Handlungskompetenz gehört ebenso, Kolleginnen und Kollegen gut zu informieren und wirksam einzubinden.

  8. Meine ausgeprägte Ergebnisorientierung und meine Kommunikationsstärke helfen mir insbesondere in interkulturellen Teams.

  9. Ich verfüge über viel Erfahrung in der Abstimmung und geschicktenSteuerung in interdisziplinären Projektgruppen.

 

In immer mehr Arbeitsfeldern werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Handlungs- und Gestaltungsspielräume eingeräumt, die aktiv und mit passenden Fähigkeiten und Handlungen genutzt werden sollen.

Daher achten Arbeitgeber bereits bei der Auswertung von E-Mail-Bewerbungen darauf, dass vorab definierte Handlungsfähigkeiten und weitere Stärken deutlich erkennbar sind.

Auch in kompetenzbasierten Vorstellungsgesprächen stehen die Ergebnisse Ihrer Vorgehensweisen und Handlungen dann im Fokus.

Für Sie als Bewerberin oder Bewerber bedeutet dies im Umkehrschluss, dass Sie Ihre Handlungskompetenzen benennen und mit guten Beispielen belegen sollten.

 

Coachingtipp: Kompetent im Handeln

Orientieren Sie sich an unseren PDF-Mustern für Selbstpräsentationen, Lebensläufe und Anschreiben.

Und nutzen Sie unsere E-Learnings-Vorstellungsgespräch, um Ihre Kompetenzen, Erfahrungen und Erfolge glaubwürdig zu beschreiben.

 

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In vertrieblichen Arbeitsfeldern zählen sicherlich Kundenorientierung, Verhandlungsgeschick und Abschlusssicherheit zu den gesuchten Kompetenzen.

In technischen Berufsfeldern immer auch eine strukturierte Arbeitsweise, analytisches Denken und eine ausgeprägte Lösungsorientierung.

Wer pädagogisch arbeitet, benötigt Fähigkeiten wie Einfühlungsvermögen, Konfliktstärke und Durchsetzungskraft.

Und von Führungskräften werden unternehmerisches Handeln, strategisches Denken, das aktive Gestalten von Veränderungsnotwendigkeiten und Entscheidungsfähigkeit als Schlüssel zum Erfolg eingefordert.

Coachingtipp: Sie sorgen für positive Aufmerksamkeit, wenn Sie betonen, wie Sie in Ihrer beruflichen Entwicklung Ihre Kompetenzen entwickelt haben.

 

 




SO werden Handlungskompetenzen ÜBERPRÜFT

Es gehört zum "kollektiven Bewerberbewusstsein", dass bestimmte Kompetenzen ("Soft Skills") in allen Arbeitsfeldern unverzichtbar sind.

Daher beschreiben sich vermutlich sehr viele Bewerberinnen und Bewerber als "teamfähig", "zuverlässig", "flexibel" oder "offen für Neues".

Dennoch ist es offensichtlich, dass Kompetenzen bei Menschen nun einmal unterschiedlich stark ausgeprägt sind ("Big-Five-Modell").

Und dass Unternehmen, Organisationen oder Verwaltungen unter bestimmten Kompetenzen etwas ganz anderes verstehen als Bewerber.

Gerade Führungskräfte, Projektleiterinnen und Projektmanager werden deshalb in Job-Interviews immer öfter zu Critical-Incidents befragt. Also zu beruflichen Situationen, in denen es erhöhten Problemdruck, starke Widerstände oder unaufschiebbare Handlungsnotwendigkeiten gab.

 

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Denn im Umgang mit Krisen zeigt sich besonders deutlich, ob die dringend erwünschten Handlungskompetenzen wirklich vorhanden sind!

 

Handlungskompetenzen: Fragen

  1. Lernfähig: Wie gehen Sie mit Rückschlägen um?

  2. Veränderungsfähigkeit: Wie gehen Sie mit Veränderungen um?

  3. Eigenmotiviert: Was gefällt Ihnen in Ihrem Job am wenigsten?

  4. Ergebnisorientiert: Was können Sie zum künftigen Unternehmenserfolg beitragen?

  5. Alleinstellung: Was unterscheidet Sie von anderen Bewerberinnen und Bewerbern?

  6. Wechselmotivation: Warum wollen Sie Ihren Arbeitgeber verlassen?

  7. Fokussiert: Was ist Ihr Mehrwert für unser Unternehmen?

 

Rufen Sie sich zur Beantwortung kritischer und schwieriger Fragen vor Vorstellungsgesprächen in Erinnerung, welche beruflichen Rückschläge und Niederlagen Sie erwähnen möchten.

Idealerweise beschreiben Sie diese so, dass klar wird, was Sie heute in ähnlichen schwierigen Situationen definitiv anders und deutlich besser machen werden.

Trainieren Sie digital mit den Formulierungen und Beispielen aus unseren E-Learnings Vorstellungsgespräch.

Gerne coachen wir Sie auch persönlich oder telefonisch.

 




DIESE Kompetenzen sollten Sie noch KENNEN

    Damit Sie im Dschungel der Kompetenzen nicht den Überblick verlieren, stellen wir Ihnen hier noch hilfreiche Gruppen ("Kompetenzfelder") vor.

    Damit haben Sie es deutlich leichter, wenn Sie Ihre Eigenschaften, Fähigkeiten und Talente erkennen und beschreiben oder gezielt ausbauen wollen.

     

    Gruppen von Kompetenzen

    • Soziale Kompetenzen: Diese zentrale Gruppe von Kompetenzen kennen Sie bereits als Eigenschaften, Wesensmerkmale oder Charakterzüge.

    Beispielsweise Zuverlässigkeit, Belastbarkeit und immer häufiger auch interkulturelle Kompetenz.

     

    • Kommunikative Kompetenzen: Wie gehen Sie auf andere Menschen zu? Wie sprechen Sie diese an? Und wie überzeugen, motivieren oder begeistern Sie?

    Beispiele sind Kommunikationsstärke, Kontaktfreudigkeit, Offenheit, Motivationsfähigkeit, Begeisterungsfähigkeit und viele weitere.

     

    • Methodische Kompetenzen: Gerade in Verbindung mit Handlungskompetenzen sind methodische Kompetenzen sehr wichtig. Denn hier geht es hier um Herangehensweisen, Methoden, Praktiken, Techniken oder Strategien.

    Beispielsweise strukturierte Arbeitsweise, selbstständiges Arbeiten, Problemlösungsfähigkeit, analytisches Denken und weitere.

     

    • Persönliche Kompetenzen: Wie gehen Sie mit anderen Menschen um? Wie bauen Sie Kontakt auf? Wie kritisieren Sie?  Und wie gehen Sie mit eigenen Stimmungen, Befindlichkeiten und Antriebsmomenten um?

    Persönliche Kompetenzen lassen sich unterteilen in intra- und interpersonale. Es gibt nämlich Fähigkeiten im Umgang mit sich selbst ("intrapersonal"). Und im Umgang mit anderen ("interpersonal").

     

    • Intrapersonale Kompetenzen: Hier geht die Perspektive ins Innere des Menschen. Es geht um die eigene Identität und das individuelle Selbstkonzept. Beispielsweise darum, sich selber besser zu verstehen, zu organisieren und zu steuern.

    Oft genannt werden hier Selbstbewusstsein, emotionale Intelligenz, Neugier, Offenheit und emotionale Stabilität.

     

    • Interpersonale Kompetenzen: Als Ergänzung zu intra- werden dann auch interpersonale Kompetenzen definiert, bei denen es um die Beziehung zwischen Menschen geht ("zwischenmenschlich").

    Hier tauchen die die oben bereits erwähnten sozialen Eigenschaften wieder auf.

     

    • Führungskompetenzen: Diese Gruppe von Kompetenzen umfasst kommunikative, soziale und handlungsorientierte Kompetenzen von Führungskräften, Projektleitern und Projektmanagerinen in Unternehmen, Organisationen und Verwaltungen.

    Unverzichtbare Kompetenzen von Führungskräften sind Überzeugungskraft, strategisches Denken, Entscheidungsstärke und Gestaltungswille.

     

    • Fachliche Kompetenz: Eigentlich ist Fachwissen allein ja gerade keine Kompetenz, denn hier ist nur der Baustein "Wissen" enthalten. Kommen "Können" und "Wollen" dazu ist von Fachkompetenz die Rede.

    Beispielsweise von fachlichen Kompetenzen aus der Ausbildung, dem Studium oder dem Berufsfeld, Wissen über IT-Programme oder Fremdsprachenkenntnissen.

     

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    Für Ihre Bewerbungen und Job-Interviews wünschen wir Ihnen viel Erfolg!

    Nutzen Sie unsere digitalen Bewerbungshelfer aus dem Downloadbereich und unsere E-Learnings.

    Gerne berät der Bewerbungsprofi Christian Püttjer auch Sie per Videocall, telefonisch oder persönlich: Alle Beratungsangebote - auf einen Blick!